Elternkurse in Türkisch-Islamischer Gemeinde

Elternkurse in Türkisch-Islamischer Gemeinde

Das Foto zeigt (von links): Carmen Prummer, Zuleyha Caliskan, Altun Barut und Dr. Ute Grolms. Foto: Landkreis Nienburg

Wer sich stark und sicher in der Erziehung fühlt, kann seinem Kind gute Chancen auf Bildung und Teilhabe mit auf den Weg geben. Darum gibt es die Veranstaltungsreihe „Starke Eltern – Starke Kinder“. Erziehungskompetenz und die Stärkung von Kindern standen im Mittelpunkt eines Kurses, angeboten von der Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises Nienburg.

Mehr als 20 junge Frauen, aber auch Großmütter der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Rehburg haben an den insgesamt zehn Elternabenden teilgenommen. Die Kurse fanden entweder in den Räumen der Türkisch-Islamischen Gemeinde oder Zuhause bei den Teilnehmerinnen statt. Inhalte der Veranstaltungsreihe waren grundsätzliche Erziehungsthemen, Aspekte der kindlichen Bindung, Wahrnehmung des Kindes sowie Elternpflichten.

Mit Zuleyha Caliskan, Mitglied im Vorstand der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Rehburg, und Altun Barut, Sozialassistentin in der Kindertagesstätte „Littlefoot“, leiteten nach Landkreis-Angaben zwei kompetente Referentinnen die Reihe. Beide haben beim Deutschen Kinderschutzbund an der Fortbildung „Starke Eltern – Starke Kinder“ teilgenommen. „Dadurch, dass wir die Mütter auch aus anderen Zusammenhängen aus unserem Verein her kennen, konnten wir direkt auf die erforderlichen Bedürfnisse eingehen. Gerade das Vertrauen und eine wohlmeinende Atmosphäre sind wichtig, damit sich die Mütter auch ernst genommen fühlen und öffnen“, ließen die Referentinnen mitteilen.

Die Erfahrung der Koordinierungsstelle Migration und Bildung zeige, dass es zunehmend schwieriger werde, Eltern zur Teilnahme an Kursen, Fortbildungen oder thematischen Elternabenden zu motivieren, schreibt die Kreisverwaltung weiter in einer Pressemitteilung. In Kooperation mit Dr. Ute Grolms vom Familien-Servicebüro der Stadt Rehburg-Loccum sei es gelungen, diese Veranstaltungsreihe in die Elternschaft der Moscheegemeinde zu bringen.

„In der dortigen lockeren und vertrauten Atmosphäre haben sich die zumeist noch sehr jungen Mütter, aber auch Großmütter wohl gefühlt und sind mit viel Interesse und Engagement mitgegangen“, heißt es weiter. „Durch die besondere Flexibilität und die individuelle Ansprache der jungen türkisch sprechenden Mütter konnten die Referentinnen diese Zielgruppe gut erreichen. Dabei ist es ihnen auch besonders gut gelungen, auf die Beratungsangebote, die es in der Stadt Rehburg-Loccum gibt, hinzuweisen“, resümiert Dr. Ute Grolms.

Weitere Elternveranstaltungen dieser Art werden auch zukünftig angeboten, verbunden mit dem Projekt „Elmigra“ („Eltern mit Migrationshintergrund“). „Somit können wir die vorhandenen Ressourcen sehr gut miteinander verknüpfen. ‚Elmigra‘ richtet sich gezielt an Eltern, die von geschulten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihrer Muttersprache zu den Themen Schulalltag, Pubertät und Medienerziehung informiert und begleitet werden“, erklärt Carmen Prummer, Leiterin der Koordinierungsstelle beim Landkreis . In der kommenden Veranstaltungsreihe soll dann besonders auf kulturelle Besonderheiten in Erziehungsthemen eingegangen werden, kündigt sie an.

Veranstaltungen der Koordinierungsstelle Migration und Bildung werden gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Fragen zum „Elmigra“-Projekt beantworten Freya Lask unter Telefon (05021) 967155 sowie Carmen Prummer unter Telefon (05021) 967686.