Photovoltaik wird immer beliebter. Foto: Klimaschutzagentur

Photovoltaik wird immer beliebter. Foto: Klimaschutzagentur

Landkreis 17.04.2021 Von Die Harke

Energie vom Hausdach

Solarberatung der Klimaschutzagentur im Landkreis hat begonnen

Immer mehr Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer möchten die Kraft der Sonne zur Energiegewinnung nutzen. Wie das am besten geht, erfahren Interessierte bei einer Solarberatung, die im Landkreis Nienburg angeboten wird. „Wir haben uns mit der Verbraucherzentrale und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen zusammengetan, um das Thema im Landkreis voranzubringen“, erklärt Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser.

„Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümerinnen und Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialen,“ beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale das Beratungsangebot.

„Berater und Hauseigentümer müssen sich beim Vor-Ort-Termin an die Abstands- und Hygieneregeln halten“, betont Merkel. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch sollen bereits vorab telefonisch oder per Mail ausgetauscht werden.

„Wir möchten unseren Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern diese umfangreiche Beratung nahebringen“, erläutert Franziska Materne. „Sie ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage.“

Die Beratung erfolge hersteller-, produkt- und gewerkeneutral. Sie hat einen Wert von 310 Euro, der Eigenanteil für die Eigentümerinnen und Eigentümer beträgt 30 Euro. Die Beratungen sind Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Interesse an Solarstrom wächst


Vor allem die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach habe es den Eigentümerinnen und Eigentümern angetan, teilt die Klimaschutzagentur mit. Den meisten Solarinteressierten gehe es nicht nur darum, günstig Strom zu erzeugen, weiß Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: „Die meisten wollen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und dezentral Energie erzeugen.“

Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu einem deutlich geringeren Preis als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh kostet. Es lohne sich also möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen.

Neue Förderung für Batteriespeicher


Mit einem Speicher kann noch mehr des selbst erzeugten Stroms im Haus verbraucht werden. Das Land Niedersachsen fördert den Kauf eines Batteriespeichers in Verbindung mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage. Bis zu 40 Prozent der Nettokosten für den Speicher werden übernommen. Anträge sind vor dem Bau der Anlage bei der NBank zu stellen.

Anmeldungen nimmt die Klimaschutzagentur Mittelweser telefonisch montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr unter der Nummer (0 50 21) 9 03 65 95 sowie per E-Mail an beratung@klimaschutzagentur-mittelweser.de entgegen.

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Erstellt:
17. April 2021, 18:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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