Einer neuen Prognose zufolge könnten in Großbritannien die Kosten für Strom und Gas im kommenden Jahr auf das Dreifache des derzeitigen Niveaus ansteigen. Foto: Steve Parsons/PA Wire/dpa

Einer neuen Prognose zufolge könnten in Großbritannien die Kosten für Strom und Gas im kommenden Jahr auf das Dreifache des derzeitigen Niveaus ansteigen. Foto: Steve Parsons/PA Wire/dpa

London 20.08.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Energiekosten in Großbritannien könnten sich verdreifachen

Bereits jetzt wird damit gerechnet, dass Millionen britischer Haushalte im Winter nur noch eingeschränkt heizen können, weil sie sich die hohen Kosten nicht mehr leisten können. Nun liegt eine neue Schätzung vor.

Die Briten müssen sich warm anziehen: Einer neuen Prognose zufolge könnten die Kosten für Strom und Gas im kommenden Jahr auf das Dreifache des derzeitigen Niveaus ansteigen. Wie die Berater-Firma Auxilione am Samstag mitteilte, dürfte die staatliche Preisdeckelung für Strom und Gas für einen Durchschnittshaushalt ihren Schätzungen zufolge bis April auf 6000 Pfund (etwa 7000 Euro) angehoben werden. Derzeit liegt die Deckelung für die jährliche Energierechnung bei knapp 2000 Pfund (rund 2350 Euro) und ist bereits erheblich höher als noch im vergangenen Herbst, als sie 1400 Pfund betrug. Um wie viel die Energierechnung ab Oktober steigen darf, soll bereits in der kommenden Woche von der Aufsichtsbehörde Ofgem bekannt gegeben werden. Schon jetzt wird damit gerechnet, dass Millionen Haushalte im Winter nur noch eingeschränkt heizen können, weil sie sich die hohen Kosten nicht mehr leisten können. Erst am Freitag hatte der Verband der Gesundheitsdienstleister NHS Confederations vor gesundheitlichen Risiken für große Teile der Bevölkerung gewarnt und die Regierung zum Handeln aufgerufen. Die versprochene Hilfe von 400 Pfund pro Haushalt reiche bei weitem nicht aus, um einen großen Teil der Bevölkerung vor dem Abrutschen in die Brennstoff-Armut („fuel poverty“) zu bewahren - das bedeutet, dass sie mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Energiekosten ausgeben müssen.

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Erstellt:
20. August 2022, 21:44 Uhr
Lesedauer:
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