Landkreis 15.06.2017 Von Die Harke

Engpässe werden beseitigt

Wirtschaftsverband Weser lobt weiteren Ausbau der Mittelweser

Zwischen Nienburg und Minden sollen sechs noch ausstehende Uferrückverlegungen und die Beseitigung bestehender Engpässe an der Mittelweser verwirklicht werden. Das hat das Bundesverkehrsministerium Mittwoch mit einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann dem Vorsitzenden des Wirtschaftsverband Weser, Bürgermeister a.D. [DATENBANK=5280]Klaus Wedemeier[/DATENBANK], mitgeteilt. „Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums wird begrüßt und ist ein Erfolg jahrelanger Bemühungen der vom Mittelweserausbau betroffenen Hafenverkehrsunternehmen und ihrer Verbände in Niedersachsen und Bremen“, erklärt Wedemeier in einer Pressemitteiung des Wirtschaftsverbandes Weser.

„Als Erfolg ist insbesondere zu werten, dass jetzt doch im Gegensatz zu bisherigen Aussagen sechs von neun planfestgestellten, aber bisher nicht ausgeführten Uferrückverlegungen in engen Fahrwasserkurven realisiert werden sollen. Es fehlt noch eine genaue Aussage darüber, auf welchen Streckenabschnitten der Mittelweser neue Begegnungsverbote erlassen werden, die über das Planfeststellungsverfahren hinausgehen. Erst dann kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob die Freigabe der Mittelweser für das Großmotorgüterschiff (110 Meter) von den Unternehmen auch wirt-schaftlich vertretbar genutzt werden kann. Von besonderer Bedeutung ist die Frage, ob auch für Europa-Schiffe (85 Meter) Begegnungsverbote eingeführt werden sollen, die es bisher nicht gegeben hat und die einem wesentlichen Ziel des Verwaltungsabkommens aus den Jahren 1988 und 1997 widersprechen würden.“

Das Verwaltungsabkommen über die Anpassung der Mittelweser für den Verkehr mit Großmotorgüterschiffen könne dann als erfüllt betrachtet werden, wenn alle zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Ziele durch die erforderlichen Maßnahmen erreicht worden sind.

Wedemeier begrüßt ausdrücklich die gestern bekanntgegebene Fertigstellung und Freigabe der neuen Schleuse Minden zum 18. August dieses Jahres:

„Das ist ein wesentlicher Schritt hin zu mehr ökologisch erforderlichen Transporten auf dem Wasserweg Mittelweser. Die Absicht des Bundesverkehrsministeriums, Wehranlagen und Schleusen an der Mittelweser für mehr als 120 Millionen Euro zu sanieren, ist für die Sicherstellung des Schiffsverkehrs auf der Mittelweser ebenfalls von großer Bedeutung.“

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Erstellt:
15. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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