„Enkeltrick“: 20.000 Euro Beute

„Enkeltrick“: 20.000 Euro Beute

Ein 83-jähriger Petershäger wurde um 20.000 Euro betrogen. Symbolfoto: lettas - stock.adobe.com

Unter der Legende, dass seine Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, gelang es Betrügern am Dienstag, von einem Petershäger 20.000 Euro zu ergaunern.

In den Vormittagsstunden rief zunächst ein mutmaßlicher Beamter der Polizei Gelsenkirchen beim 83-Jährigen an und teilte mit, dass in Folge des schweren Verkehrsunfalls nun ein Kind im Koma liege. Anschließend legte der vermeintliche Polizist unvermittelt auf. Rund eine Stunde später meldete sich ein Anwalt der angeblichen Unfallverursacherin telefonisch beim Senior.

Er berichtete seinem Opfer, dass er nur unter Zahlung von 20.000 Euro den Gefängnisaufenthalt der Tochter verhindern könne. Da der Petershäger nicht genug Geld zu Hause hatte, wurde er aufgefordert, entsprechende Barmittel von seiner Bank zu holen. Ebenso instruierte man ihn, bei Nachfragen im Geldinstitut einen Autokauf als Vorwand für die Abhebung zu nennen. Nachdem er wieder zu Hause ankam, erfolgte der dritte Anruf mit dem Hinweisen zur Geldübergabe.

Zur Mittagszeit suchte er dann mit dem im Kuvert verpackten Geld die für die Übergabe vorgegebene Kreuzung Logeweg und Heerstraße auf. Hier traf er auf einen etwa 165 Zentimeter großen Mann, der sich als Kurier ausgab. Der Ganove sprach Hochdeutsch und war bekleidet mit einer Winterjacke und Cappy.

Wer in den Vormittagsstunden sowie eventuell auch den Tagen vor der Tat im genannten Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer (05 71) 88 66-0 bei den Ermittlern der Polizei Minden zu melden.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei Angehörige von älteren Familienmitgliedern, diese durch vorbeugende Gespräche zu schützen. Weisen sie ihre Verwandten immer wieder auf die Betrugsfälle zum Nachteil von Senioren hin.