Immer wieder warnt die Polizei vor Betrugsmaschen, wie zum Beispiel den bekannten Enkeltrick. Foto: highwaystarz - Fotolia

Immer wieder warnt die Polizei vor Betrugsmaschen, wie zum Beispiel den bekannten Enkeltrick. Foto: highwaystarz - Fotolia

Nienburg 09.10.2020 Von Die Harke

„Enkeltrick“: 80-Jährige fällt drauf rein

Täter erbeuten in Nienburg hohen vierstelligen Betrag

Am Montag dieser Woche hat eine Gruppe von Betrügern und Betrügerinnen Erfolg mit dem sogenannten Enkeltrick gehabt und eine 80-jährige Frau aus Nienburg betrogen. Darüber informierte Polizeisprecher Axel Bergmann am Freitag.

„Trotz ständig wiederholter Warnungen und Aufklärung durch die Polizei, ist es zu einem vollendeten ,Enkeltrick‘-Betrug gekommen. Einem von mehreren Tätern war es gelungen, eine 80-jährige Frau derart zu verwirren, dass sie glaubte, ihren Enkel am Telefon zu haben“, berichtet Bergmann.

Dieser erklärte ihr, dass er Hilfe wegen eines verursachten Verkehrsunfalles benötigen würde. Die hilfsbereite Seniorin besorgte ihm daraufhin einen hohen vierstelligen Betrag, der später von einem Unbekannten abgeholt wurde.

Der Enkel war angeblich durch einen anderen Termin verhindert. Während der gesamten Tatphase telefonierten immer wieder andere Personen – auch Frauen – mit der Nienburgerin, sodass diese ständig „beschäftigt“ war und sich nirgends rückversichern konnte. „Dieser Fall zeigt, dass wir auch nach vielen Jahren, in denen diese Art des Betruges bekannt ist, nicht aufhören können, davor zu warnen,“ sagt Bergmann.

Der Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg appelliert deshalb abermals „an die jüngere Generation, mit ihren Eltern und Großeltern zu sprechen und sie dringend vor dieser Masche zu warnen. Unsere Polizeidienststellen stehen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Verfügung. Rufen Sie uns an – und zwar rechtzeitig!“

Bei einem zweiten bekannt gewordenen Fall, der vermutlich im Zusammenhang steht, waren die Straftäter nicht erfolgreich. Die Angerufene legte einfach auf. „Das ist genau die richtige Reaktion“, so Bergmann.

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Erstellt:
9. Oktober 2020, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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