23.12.2012

Enkeltrick auf russisch: 6600 Euro erschwindelt

Nienburg (DH). Am Mittwoch wurde eine Nienburgerin Opfer eines Schockanrufers in russischer Sprache und um 6600 Euro „erleichtert“, teilt die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg mit.

Bereits in der vergangenen Woche kam es in Steyerberg zu solchen Schockanrufen. Hier fielen die Geschädigten glücklicherweise nicht auf den sogenannten russischen Enkeltrick rein.

Ob es sich um die gleichen Täter handelt, kann nicht gesagt werden, aber die Vorgehensweise ist identisch. Die Geschädigte ist in Russland geboren und wurde vermutlich wegen ihres Nachnamens von den Betrügern aus dem Telefonbuch ausgesucht.

Gegen 17 Uhr klingelte bei der 61-Jährigen das Telefon. Der Anrufer gab sich als Sohn aus, der aufgrund einer Lippenverletzung nicht sprechen könnte und den Hörer an eine andere Person weitergab.

Dieser Gesprächspartner erklärte Anwalt zu sein, dass der Sohn nach einem Unfall im Krankenhaus liege und man 40 000 Euro für die Behandlung benötigte.

Die Nienburgerin glaubte den Angaben und übergab dem angeblichen Anwalt, der bei ihr zu Hause in der Verdener Landstraße erschien, 6600 Euro.

Der Betrüger wurde von der Geschädigten mit 25 bis 30 Jahre alt, 180 bis 185 Zentimeter groß, sehr schlank, bekleidet mit dünner hellgrauer Stoffkleidung und einer hellgrauen Wollmütze beschrieben. Kommuniziert hatte man auf Russisch.

In der Regel werden an einem Tag in kurzer Abfolge mehrere dieser Anrufe getätigt. Die Polizei in Nienburg bittet daher mögliche weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer (0 50 21) 9 77 80 zu melden und warnt vor allem Bürgerinnen und Bürger mit osteuropäischen familiären Hintergrund vor dieser Betrugsmasche.

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Erstellt:
23. Dezember 2012, 00:00 Uhr
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