Florian Becker und Carmen Prummer, Leiterin des Fachdienstes für Migration und Teilhabe. Landkreis Nienburg

Florian Becker und Carmen Prummer, Leiterin des Fachdienstes für Migration und Teilhabe. Landkreis Nienburg

Landkreis 11.05.2017 Von Die Harke

Er soll den Bedarf ermitteln und Akteure vernetzen

Florian Becker ist Koordinator für Neuzugewanderte beim Landkreis

Um Landkreise und kreisfreie Städte bei der Integration von Flüchtlingen optimal zu unterstützen, finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung deutschlandweit in über 300 Städten und Landkreisen entsprechende Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren. Auch im Landkreis Nienburg gibt es seit Februar einen Bildungskoordinator für Neuzugewanderte. Seine Aufgabe ist es nach Angaben der Kreisverwaltung, Akteure zu vernetzen und Bildungsbedarfe zu ermitteln. Erste Treffen und Gespräche mit verschiedenen Bildungsakteuren im Landkreis haben bereits stattgefunden. Sprachförderung und Integrationskurse, Kindergarten- und Schulplätze, Ausbildung und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen – Integration durch Bildung brauche eine gute Koordination. Deshalb sei die Kernaufgabe des Bildungskoordinators Florian Becker, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen sowie die Bildungsangebote und Bildungsbedarfe vor Ort aufeinander abzustimmen.

„Auch die vielen Initiativen sollen hier mitbetrachtet werden, also lokal aktive Stiftungen, Vereine und die vielen ehrenamtlichen Angebote von engagierten Bürgerinnen und Bürgern“, erläutert der Sozialwissenschaftler Becker, der zuletzt bei der Agentur für Arbeit in Lübeck im Bereich der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt tätig war.

In Zusammenhang mit seiner jetzigen Tätigkeit wolle Becker eng mit dem Bildungsbüro des Landkreises und mit seinen Kolleginnen aus dem Fachdienst Migration und Teilhabe zusammenarbeiten. Zunächst liege der Fokus auf der Koordinierung insbesondere der BAMF-Integrationskurse. Diesbezüglich habe es bereits ein erstes gemeinsames Treffen der Träger Ende März gegeben. Das Ziel der künftig monatlich stattfindenden Austauschrunde sei eine enge Abstimmung zwischen den Trägern, um eine zeitnahe Versorgung mit bedarfsgerechten Integrationskursplätzen sicherzustellen.

Auch die Kommunen seien ein wichtiger Kooperationspartner, um Informationen für mehr Transparenz in der vielfältigen Arbeit der Ehrenamtlichen zu sammeln und lokale Bildungsbedarfe abzufragen. Bis Ende des kommenden Jahres solle es dann einen kompletten Überblick über die im Landkreis bestehenden Bildungsangebote für die Gruppe der Neuzugewanderten sowie eine Bedarfsanalyse mit Handlungsempfehlungen für den Ausbau und die Weiterentwicklung der vorhandenen Strukturen geben.

„Über ein Bildungsmonitoring soll schließlich die Effektivität und Zielgerichtetheit der Bildungsangebote regulierend begleitet werden, über verschiedene landkreisweite Gremien und überregionale Netzwerke sollen Angebote auf die Region angepasst und Strukturen optimiert werden“, heißt es abschließend.

Interessierte können sich telefonisch an Florian Becker unter (0 50 21) 96 76 03 wenden.

Zum Artikel

Erstellt:
11. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.