Rote Erdbeeren im November - gibt's nicht nur in Südhessen, sondern auch in Erichshagen. Nemec

Rote Erdbeeren im November - gibt's nicht nur in Südhessen, sondern auch in Erichshagen. Nemec

Erichshagen 09.11.2018 Von Kristina Senning

Erdbeeren im November aus dem Garten

Erichshagener Jürgen Nemec: "Klimawandel in unserem Dorf angekommen"

16 Grad, mitten im November, weit über 20 Grad im Oktober - dass der Klimwandel Einzug hält, lässt sich wohl kaum noch leugnen. Wegen des heißen und extrem trockenen Sommers konnte nun ein Landwirt im Südwesten Deutschlands Erdbeeren ernten. In den nächsten Wochen rechnet er mit einer Tonne Ertrag, derzeit erntet er immer noch etwa 1,8 Hektar ab. Was im Süden Deutschlands funktioniert, klappt auch im Landkreis Nienburg: Im Garten von Jürgen Nemec in Erichshagen wachsen ebenfalls noch Erdbeeren, einige der Scheinfrüchte sind bereits rot. "Was ein Landwirt aus Südhessen kann, geht auch in unserem beschaulichen Erichshagen", hebt der Erichshagener schmunzelnd hervor.

"Gut, auf eine Tonne Ernte werde ich nicht kommen, aber immerhin reicht es noch, um wöchentlich den Vanillepudding mit etwa vier bis fünf Erdbeeren zu garnieren." Tag und Nacht stünde die Pflanze im Garten und habe dort ein schönes Plätzchen, so Nemec. Fernab eines temperierten Innenbereiches. Für ihn steht fest: Damit sei der Klimawandel auch in Erichshagen angekommen.

Warum eigentlich "Scheinfrucht"?

Aus botanischer Sicht ist die Erdbeere tatsächlich keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht. Selbiges gilt für Himbeeren und Brombeeren. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körner - und damit "Nüsschen" - an der Oberfläche, das rote Fruchtfleisch ist somit nur Scheinfrucht. Zudem gehört die Erdbeere zur Familie der Rosengewächse.

Zum Artikel

Erstellt:
9. November 2018, 13:24 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.