Lea Czerny unterstützt die städtische Jugendpflege.Foto: Stadt Rehburg-Loccum

Lea Czerny unterstützt die städtische Jugendpflege. Foto: Stadt Rehburg-Loccum

Rehburg-Loccum 17.02.2020 Von Die Harke

Erfahrungen fürs Leben sammeln

Rehburg-Loccums FSJler und Bufdis ziehen positive Halbzeitbilanz / Nach oben gibt es keine Altersgrenze

Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst – Ist das etwas für mich?

Das haben sich auch Lea Czerny (18), Franka Polter (19), Yannic Wiegmann (17) und Lotta Hogrefe (18) gefragt, bevor sie sich für einen Bundesfreiwilligendienst beim Familien-Servicebüro der Stadt Rehburg-Loccum entschieden. Inzwischen sind sie schon sechs Monate dabei und ziehen ein begeistertes Halbzeitresümee. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Als sie im Sommer 2019 ihren Dienst begannen, taten sie dies aus unterschiedlichen Beweggründen. Lotta und Yannic wollten erfahren, ob ein Berufsfeld im sozialen Bereich zu ihnen passt und gern mit Kindern arbeiten.

Franka war sich nach ihrer Abiturprüfung unsicher, ob sie vielleicht jobben und auf Reisen gehen wollte und hörte dann von einer Freundin, wie gut dieser der Freiwilligendienst bei der Stadt Rehburg-Loccum gefallen hatte. Lea, die in ihrer Freizeit schon viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet hat, wollte sich sozial und gesellschaftlich engagieren und einen Einblick in die Berufswelt bekommen.

Ganz unterschiedlich sind die jungen Leute eingesetzt. Ute Grolms vom Familien-Servicebüro der Stadt Rehburg-Loccum, die den Freiwilligendienst organisiert und koordiniert, verteilt die Freiwilligen je nach ihren Neigungen und Interessensgebieten auf die Einsatzorte der städtischen Kindertagesstätten, der Grundschulen und der Jugendpflege. Auch die gesonderte Unterstützung von geflüchteten Familien steht auf dem Programm .

Yannic Wiegmann schätzt an seinem Dienst in der Kita „Uhlenbusch“ besonders das gute Verhältnis im Team und dass er eigene Ideen einbringen kann. Sein Wunsch und seine Eignung für einen Beruf im sozialen Bereich wurden bestärkt: Nach einer Ausbildung zum Erzieher möchte er Sozialtherapeut werden.

Wichtige Erfahrungen für das Leben

In zwei verschiedenen Kindertagesstätten ist Lotta Hogrefe eingesetzt. „Auf diese Weise kann ich unterschiedliche Konzepte kennenlernen und arbeite sowohl in einer Regelgruppe, als auch in einer offenen Familiengruppe.“ Sie ist überzeugt, dass ihr der Bundesfreiwilligendienst wichtige Erfahrungen fürs Leben bringt und Pluspunkte für ihr Wunschstudienfach Soziale Arbeit.

Auch Lea Czerny macht ihr Freiwilligendienst großen Spaß. Sie ist gleich in drei Feldern – Kita, Grundschule und Jugendpflege – unterwegs und unterstützt auch eine geflüchtete Familie. „Ich habe meine Entscheidung absolut nicht bereut“, sagt sie, „vielmehr hat es mir dabei geholfen, meine Stärken und Schwächen herauszufinden.“

Franka Polter, die in der Kita „Spielwiese“ und der Grundschule Rehburg eingesetzt ist und dies für eine gute Kombination hält, ist sehr froh, den Bundesfreiwilligendienst begonnen zu haben und freut sich auf die zweite Hälfte.

Das freiwillige Jahr prägt, unterstützt in der persönlichen Entwicklung und erweitert den Horizont. Ute Grolms, Familien-Servicebüro der Stadt Rehburg-Loccum

Solche Rückmeldungen hört Grolms, für die die aktuellen Freiwilligen der vierte Durchgang sind, häufiger. „Der Freiwilligendienst vermittelt wertvolle Einblicke in Berufsfelder, in denen die Teilnehmer erste berufliche Erfahrungen sammeln können. Das freiwillige Jahr prägt, unterstützt in der persönlichen Entwicklung und erweitert den Horizont“, ist sie überzeugt. Ihre Erfahrungen zeigen, dass zu Beginn des Dienstes die 39-Stunden-Woche und die ungewohnte Arbeit, anstrengend sind, sich die Freiwilligendienstleistenden aber schnell einfinden.

Sie betont: „Im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr gibt es beim Bundesfreiwilligendienst für die Teilnehmenden keine Altersgrenze nach oben, jeder ab 16 Jahre kann mitmachen und für die ältere Generation ist auch ein Einsatz in Teilzeit möglich.

Für Schüler, die nach der zwölften Klasse das Gymnasium verlassen, stellt der Bundesfreiwilligendienst eine Möglichkeit zur Erlangung der Fachhochschulreife dar. Das Bundesfreiwilligenjahr findet in den sozialen Einrichtungen der Stadt Rehburg-Loccum statt, so dass sich dieses Jahr auch als Überbrückungsjahr für Sozialassistenten eignet.“

Alle, die Interesse oder Fragen zum Freiwilligendienst haben, sind eingeladen, sich dienstags bis freitags bei Ute Grolms im Rathaus oder unter (05037)970136 bzw. familienservice@stadt.rehburg-loccum.de zu melden.

Zum Artikel

Erstellt:
17. Februar 2020, 14:39 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 52sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.