Kinder unter drei Jahren sind in Nienburgs Krippen gut betreut. Für die SPD kommt eine Gebührenerhöhung nicht in Frage. Stüben

Kinder unter drei Jahren sind in Nienburgs Krippen gut betreut. Für die SPD kommt eine Gebührenerhöhung nicht in Frage. Stüben

Nienburg 08.03.2018 Von Die Harke

„Erhöhung ist politisch nicht gewollt“

Die SPD Nienburg spricht sich gegen eine Anpassung der Krippengebühren im Stadtgebiet aus

Aus dem neuen Entwurf des Haushaltes 2018 der Stadt Nienburg ist die anfangs geplante Erhöhung der Krippengebühren verschwunden. 64828, betonte Bürgermeister [DATENBANK=1]Henning Onkes[/DATENBANK]. Der Vorstand der SPD hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema beschäftigt. Die Fraktionsvorsitzende [DATENBANK=84]Anja Altmann[/DATENBANK] gab dort einen einführenden Bericht zum derzeitigen Stand und der geplanten Erhöhung der Gebühren, heißt es in einer Pressemitteilung. „Derzeit nehmen circa 42 Prozent der Kinder zwischen ein bis drei Jahren einen Krippenplatz in Anspruch. Der gute Ausbau und das inhaltliche Angebot der Krippenplätze veranlasst immer mehr Eltern, ihre Kinder bereits im Alter von einem Jahr in die Krippe zu geben. Es ist zwischenzeitlich in der Gesellschaft erkannt worden, dass diese frühkindliche Erziehung den Kindern gut tut und sie sehr liebevoll mit pädagogischem Fachverstand in der Krippe früh soziale Kontakte erfahren. Dies prägt die Kinder und erleichtert ihnen die nächsten Schritte in Kita und Schule“, heißt es weiter.

In der Krippe seien die Kinder nach Einschätzung der SPD gut und zuverlässig betreut, „dadurch können beide Elternteile wieder in den Beruf einsteigen“. Die Krippenplätze machten dies planbar und das Ergebnis zeige sich in steigenden Geburtenzahlen in der Stadt Nienburg.

„Genau diesen Effekt wünschen sich alle, und darum ist es fraglich, ob gegenwärtig eine Erhöhung der Krippengebühren das richtige Zeichen sein kann. Die von der Verwaltung geplante Anhebung basiert zudem nicht auf einer Kalkulation der Kosten, sondern lediglich auf einem Vergleich der Gebühren zu anderen Einrichtungen im Landkreis“

Für die SPD fasst der Ortsvereinsvorsitzende [DATENBANK=85]Horst Prüfer[/DATENBANK] das Fazit zusammen: „Die Erhöhung rettet keinen städtischen Haushalt und ist für uns auch politisch nicht gewollt. Wir können uns einerseits nicht für freie Bildung einsetzen und an dieser Stelle, die sich gut entwickelt hat, die Eltern mit Mehrkosten belasten.“

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Erstellt:
8. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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