Der Tatort wird weiter untersucht. Foto: Swen Pförtner/dpa

Der Tatort wird weiter untersucht. Foto: Swen Pförtner/dpa

Volkmarsen/Frankfurt/Main 25.02.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Ermittler wollen Details zu Opfern in Volkmarsen nennen

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wird voraussichtlich am Dienstagvormittag Details zu den Opfern des Zwischenfalls in Volkmarsen mit Dutzenden Verletzten nennen. Dies werde man in Absprache mit der Polizei tun, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Zum Motiv des 29-Jährigen, der in der nordhessischen Stadt bei einem Rosenmontagszug mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren ist, werde es zunächst keine Angaben geben. Es werde auch keine Angaben zum Aussageverhalten des Mannes geben. Es gehe derzeit um eine Bestandsaufnahme des Zwischenfalls. Der 29-Jährige war am Montag mit einem Auto in die feiernde Menschenmenge gefahren. Dabei wurden etwa 30 Menschen verletzt, rund ein Drittel davon Kinder. Der deutsche Staatsbürger war unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat liegen bislang nicht vor. Ob es nach dem Zwischenfall zu einer Absage der Karnevalsumzüge in ganz Hessen kommt, ist derweil noch offen. Der Fahrer war nach ersten Erkenntnissen den Behörden nicht als Extremist bekannt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Allerdings war der Mann der Polizei nach dpa-Informationen in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen. Die Polizei warnte vor dem Verbreiten angeblicher Fotos des Täters. „Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter“, schrieb die Polizei Nordhessen am späten Montagabend bei Twitter über ein Foto, das den Angaben zufolge kursierte. „Teilen Sie keine Falschnachrichten!“, hieß es.

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Erstellt:
25. Februar 2020, 08:27 Uhr
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