Walter Füllgrabe mit dem unverkannbaren Auto und seiner Dientskleidung. Tierschutz Nienburg Drakenburg

Walter Füllgrabe mit dem unverkannbaren Auto und seiner Dientskleidung. Tierschutz Nienburg Drakenburg

Drakenburg 11.11.2017 Von Die Harke

Ermittlungsarbeit zum Wohl der Tiere

Walter Füllgrabe berichtet aus seinem Aufgaben

[DATENBANK=1318]Walter Füllgrabe[/DATENBANK] arbeitet im Auftrag des Vereins „[DATENBANK=6590]Tierschutz Nienburg Drakenburg[/DATENBANK]“. Mit der Bezeichnung „Prüfer Tierhaltung“ ist er im Einsatz, um Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu ermitteln. Er gibt einen Einblick in seineAufgabenfeld. Füllgrabes Tätigkeitsfeld ist vielfältig, unsachgemäße Tierhaltung ist ebenso Thema wie Tierquälerei. Auch gegenüber dem Tierheim Drakenburg gibt es Betrugsfälle. Auch in diesem Bereich wird er eingesetzt, um Nachforschungen bei der Abgabe von Fundtieren zu ermitteln.

Er erläutert: „Begründet ist das Ganze in so fern, dass Fundtiere nicht immer Fundtiere sind. Tatsächliche Fundtiere werden im Tierheim kostenfrei übernommen. Es gibt allerdings eine Reihe von angeblichen Fundtieren, welche sich bei Nachforschungen als die eigenen Tiere heraus stellen.“ Für nicht mehr gewollte Tiere muss eine Abgabegebühr entrichtet werden. Die wird dringend für Arzt- und Futterkosten benötigt. Wer diese Kosten auf seinem solchen Weg umgehen möchte, macht sich strafbar.

In den vergangenen Monaten hat Füllgrabe einige Betrugsfälle aufgedeckt. Er berichtet dazu: „Nun gibt es Menschen, die die Meinung vertreten, das Tierheim muss alle Tiere aufnehmen. Dem ist nicht so. Zum Beispiel verwilderte Katzen können nicht aufgenommen werden, es sind keine Voraussetzungen vorhanden.

Es gibt zurzeit auch noch keine Richtlinien wie die Tierheime in Punkt verwilderte Katzen verfahren sollten.Verwilderten Katzen leben in der freien Natur, und man kann die weitere Fortpflanzung nur durch Kastration regeln. Hier gibt es Vereine, welche sich um diese Kastrationsangelegenheiten kümmern.“

Das Tierheim Drakenburg kommt laut Verträgen seiner Pflicht nach, betont Füllgrabe und entgegnet damit Gerüchten, die Einrichtung nehme keine Katzen auf. Zum Teil habe das Tierheim Drakenburg sogar Katzen angenommen, die von anderen Einrichtungen abgelehnt worden seien, führt Füllgrabe aus.

„Beim Tierheim Drakenburg handelt es sich nicht um ein staatliches Tierheim, sondern um ein kleines privates Tierheim. Es gibt von den Gemeinden und der Stadt eine vertragliche Unterstützung, die aber bei weitem nicht ausreichend ist“, erklärt Füllgrabe weiter. Private Spenden und Mitgliedsbeiträge würden gebraucht, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden.

„In der letzten Zeit hat unser Außendienst schlimme Tierquälereien aufgedeckt und sofort Anzeige bei der Polizei erstattet. Unsachgemäße Tierhaltungen konnten durch Auflagen abgestellt werden. Auch beratend konnten wir tätig werden.Tierenteignungen dürfen wir nicht vornehmen, das obliegt nur dem Veterinäramt. Grobe festgestellte Mängel werden von der Fachgruppe Außendienst dokumentiert und an das Veterinäramt weiter geleitet“, teilt der Tierschützer mit.

Er weist zudem auf einen weiteren Punkt hin: „Wer fremde Katzen ständig füttert, ist automatisch für alles was dazu gehört – Arztkosten zum Beispiel, Entwurmung, Chip, Kastration und für alle Schäden, welche in der Umgebung vorkommen – verantwortlich. Freigänger-Katzen haben einen Besitzer. Auch sie gehen in den meisten Fällen nicht mehr nach Hause. Der Besitzer trauert um seine Katze und fragt im Tierheim nach. Das alles sollte man bedenken.“

Der Tierschutzbeauftragte ist an seiner Kleidung und dem Dienstfahrzeug erkennbar. Er appelliert an aufmerksame Bürger: „Schauen Sie nicht weg, wenn es um Tierleid geht. Melden Sie alles, was Ihnen zum Nachteil der Tiere aufgefallen ist.“ Wählen sollten Zeugen die Nummern (05 0 21) 89 84 62 oder (05 0 24) 84 33.

Um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Das Spendenkonto: Volksbank Nienburg, IBAN: DE59256900090007218401

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Erstellt:
11. November 2017, 21:00 Uhr
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