Von links: Edda Möhlenhoff-Schumann, Melanie Bockhop, Ingo Kirchhof und Karin Mohrmann. Foto: Landwirtschaftskammer

Von links: Edda Möhlenhoff-Schumann, Melanie Bockhop, Ingo Kirchhof und Karin Mohrmann. Foto: Landwirtschaftskammer

Landkreis 26.02.2020 Von Die Harke

Ernährungstrends im Jahr 2020

Kreisverband der Landfrauen Mittelweser hatte zu einem Informationsabend eingeladen

Mit einem Prosecco besonderer Art wurde die Veranstaltung „Superfoods und mehr – Ernährungstrends 2020“ eröffnet. In den Räumen der Landwirtschaftskammer im Grünen Zentrum hatte der Kreisverband der Landfrauenvereine Mittelweser ein abwechslungsreiches Abendprogramm gestaltet. Im Gespräch, mit frisch gerührtem Holunder-Walnussjoghurt in der Hand, wurde schon vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung lebhaft diskutiert. Informative Stellwände sowie drei Referenten boten reichlich Gesprächsstoff.

Nachdem die Teilnehmer die Holunderprodukte vom Hof Bockhop in Graue verzehrt hatten, stellte Melanie Bockhop ihren Betrieb vor und berichtete über den Anbau von Holunder. „Warum gerade Holunder, der wächst hier doch überall wild?“ Diese Frage aus dem Publikum wurde schnell beantwortet: „Wir fanden mit dem Holunder eine regionale Pflanze, die hier auf dem Hof schon immer gewachsen ist, die in diese Region gehört. Die Nachfrage nach gesundheitsunterstützenden Inhaltsstoffen in Naturprodukten steigt“, so Bockhop: „Seit Generationen ist der heiße Fliederbeersaft bei Erkältung im Einsatz“. Eine vielfältige Verwendung der Holunderbeeren zeigte sich anhand einer Auswahl der zum Teil schon hoch prämierten Produkte.

Von einer ganz anderen Seite beleuchtete Edda Möhlenhoff-Schumann, Ernährungsberaterin der Landwirtschaftskammer, das umfangreiche Thema der Ernährungstrends. Kam vor 40 Jahren je nach Tendenz das auf den Tisch, was Geldbeutel und Umland ermöglichten, so erlebt die Gesellschaft heute eher Verwirrung auf dem Teller. Vielfältige Einflüsse von Ernährungspropheten, weltweiter intensiver Handel von Nahrungsmitteln und verschiedene Informationen zu menschlichen Grundbedürfnissen verunsichern den Käufer und Konsumenten. Provokant sagte die Expertin: „Wir leben heute in einem Lebensmittelschlaraffenland und sind trotzdem die großen Esszweifler geworden.“

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Erstellt:
26. Februar 2020, 08:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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