07.10.2012

Erntedank mit „neuer“ Becker-Orgel

Kirchengemeinde Eitzendorf lädt heute um 15 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst ein

Eitzendorf (an). Die historische Becker-Orgel in der neugotischen Kirche in Eitzendorf, 1868 eingebaut, ist heute zum Erntedankfest, nach etwas mehr als einjähriger umfangreicher Restaurierungspause, erstmals wieder von der Gemeinde zu hören.

In einem offiziellen Pressetermin im Gemeindehaus der St. Georg-Gemeinde, stellten am Dienstag Pastorin Friederike Werber und der Kirchenvorstand mit Birgit Bormann sowie Orgelbauer Udo Feopentow und Organist Klaus Sundermann den Sponsoren die Probleme und Arbeiten, um die „historisch restaurierte Orgel“ vor.

Die Restaurationsarbeiten hatten zum Ziel, die historische Klangvielfalt wieder herzustellen. „Ich habe mich erschrocken über den neobarocken Klang“, sagte Orgelbauer Udo Feopentow vor einem Jahr beim Ausbau der 750 Orgel-Pfeifen, die in seiner Werkstatt wieder „klanglich zurückgeführt“ wurden. „Dieses Zurückführen des historischen Klangs machte es dem Landschaftsverband Weser-Hunte leicht, diese besondere Leistung der Kirchengemeinde Eitzendorf mit ihren 300 Mitgliedern finanziell zu unterstützen“, sagte Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier, der als stellvertretender Vorsitzender des Landschaftsverbandes Weser-Hunte mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Ingrid Decke vor Ort war.

„Insgesamt 115 000 Euro kostete die gesamte Restaurierung“, sagte Friederike Werber. Für die Niedersächsische Sparkassenstiftung war Michael Heinrich Schormann aus Hannover als Spender in Begleitung von Winfried Schmierer aus dem Vorstand der Sparkasse Nienburg angereist.

Ein Drittel der Gesamtkosten finanzierte die Evangelische Landeskirche Hannover. „Die Gemeinde hat durch Spenden mehr gegeben als die Landeskirche, wir sind darüber sehr glücklich“, sagt Pastorin Werber. Die Stiftung St. Georg-Kirche beteiligte sich, und auch das Mercedes-Benz Werk Bremen engagierte sich beim Schließen der letzten Finanzierungslücke.

Im Erntedankgottesdienst heute um 15 Uhr wird Organist Klaus Sundermann kein en Grund mehr haben, durch gekonntes „Überspielen“ die musikalischen Fehlerquellen des alten Registers zu vermeiden. „Sie wird voll und kräftig klingen, denn zusätzlich sind 24 Pfeifen nach historischer Bauart installiert worden“, bekräftigt Orgelbauer Udo Feopentow.

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Erstellt:
7. Oktober 2012, 00:00 Uhr
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