Manon Garms DH

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Kolumnen 24.11.2017 Von Manon Garms

Erst an die eigene Nase fassen

Autofahrer müssen in Nienburg demnächst an zwei weiteren Stellen vom Gas gehen: an der Hannoverschen Straße im Bereich des Kindergartens „[DATENBANK=6637]Villa Kunterbunt[/DATENBANK]“ und an der Wölper Straße im Bereich der Kitas „[DATENBANK=4856]Löwenzahn[/DATENBANK]“ und „[DATENBANK=1177]Corvinus[/DATENBANK]“. Dort werden laut Sachgebietsleiter [DATENBANK=2226]Straßenverkehr Friedhelm Meyer-Leseberg[/DATENBANK] Tempo-30-Zonen eingerichtet. Grund ist die neue Vorschrift zur Straßenverkehrsordnung, die besagt, dass Tempo 50 vor Schulen, Kitas, Kliniken und Altenheimen eine Ausnahme bleiben soll. „Es ist aber kein Automatismus, sondern immer eine Einzelfallentscheidung“ betont Meyer-Leseberg.

Das Besondere: Die Reduzierung auf Tempo 30 gilt nur während der Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtung – darauf wird auch per Beschilderung hingewiesen. „In einer Kita ist zum Beispiel nachts um 12 Uhr nichts los, dann gilt Tempo 30 nicht“, erklärt der Sachgebietsleiter.

Im Hinblick auf Kitas und Schulen wünschen sich häufig die Eltern eine Drosselung des Tempos. SPD-Stadtratsmitglied [DATENBANK=86]Rüdiger Altmann[/DATENBANK] betonte jetzt im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung, dass das absolut verständlich sei.

Er kritisierte allerdings auch, dass so mancher Vater und so manche Mutter sich selbst nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten oder im absoluten Halteverbot anhalten, um ihre Sprösslinge aussteigen zu lassen.

Fazit: Manche Eltern sollten sich erst an die eigene Nase fassen, bevor sie andere Verkehrsteilnehmer kritisieren.

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Erstellt:
24. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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