Bereits aus der Ferne konnte man den Feuerschein im Bereich des Balkons sehen Fotos: Marc Henkel

Bereits aus der Ferne konnte man den Feuerschein im Bereich des Balkons sehen Fotos: Marc Henkel

Nienburg 01.01.2021 Von Marc Henkel, Von Nikias Schmidetzki

Erster Einsatz nur Sekunden nach dem Jahreswechsel

Feuer auf Balkon / Ansonsten ruhige Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr

Das Jahr 2021 war gerade mal drei Sekunden alt, da ertönten die Meldeempfänger der Feuerwehr Nienburg. Ein Feuer am Bärenfallgraben wurde gemeldet.

Nur wenige Minuten später rückte das erste Fahrzeug zur Einsatzstelle aus. Über Funk wurden Details bekannt. Auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses sollte es brennen. Dies bestätigte sich auch beim Eintreffen – jedoch befand sich das Gebäude nicht am Bärenfallgraben, sondern am Lehmwandlungsgraben. Im zweiten Obergeschoss auf der Rückseite des Gebäudes konnte man Feuerschein erkennen.

Da nicht genau klar war, ob es auch innerhalb der Wohnung brennen würde und niemand die Haustür öffnete, drangen die Einsatzkräfte mit Gewalt in die Wohnung ein. Unter schwerem Atemschutz suchte die Feuerwehr die Wohnung nach Personen ab löschte das Feuer auf dem Balkon. Schaden entstand augenscheinlich nur am Mobiliar des Balkons und an der Haustür.

Da sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs niemand in der Wohnung befand, wurde niemand verletzt. Der Rettungsdienst, der vorsorglich mit mehren Fahrzeugen vor Ort war, konnte unverrichteter Dinge abrücken. Für Behinderungen bei der Arbeit sorgten nach Angaben Polizei, die ebenfalls mit mehreren Einsatzkräften vor Ort war, zahlreiche Schaulustige.

Die Beamten haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen war wohl eine Silvesterrakete Grund für das Feuer.

Insgesamt, da sind sich Feuerwehr und Polizei einig, war es aber ein ruhiger Jahreswechsel. „Es war alles ziemlich coronakonform“, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. In den meisten Fällen hätten sich alle an die geltenden Abstandsregeln gehalten. Vereinzelt hätten Beamte Grüppchen trennen müssen. Besonders in Siedlungsbereichen hätten Nachbarn manchmal durch Treffen an Gartenzäunen gegen die Auflagen verstoßen, was Beamte schnell geklärt hätten. Auch sonst habe die Polizei nur kleine Einsätze gehabt, etwa um Streitigkeiten zu klären. „Nichts außergewöhnliches“, war das Fazit auf Nachfrage am Vormittag des Neujahrstages.

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Erstellt:
1. Januar 2021, 10:41 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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