Kreistagsvorsitzende Heidrun Kuhlmann (links) und Landrat Detlev Kohlmeier (Zweiter von links) verabschieden den Ersten Kreisrat Thomas Klein, dessen Frau Claudia einen Blumenstrauß bekommen hat. Fotos: Stüben (2)

Kreistagsvorsitzende Heidrun Kuhlmann (links) und Landrat Detlev Kohlmeier (Zweiter von links) verabschieden den Ersten Kreisrat Thomas Klein, dessen Frau Claudia einen Blumenstrauß bekommen hat. Fotos: Stüben (2)

Nienburg 27.10.2020 Von Die Harke

Erster Kreisrat verabschiedet

Thomas Klein von Landrat Detlev Kohlmeier als Stütze der Kreisverwaltung gelobt

Der Erste Kreisrat Thomas Klein ist während der jüngsten Kreistagssitzung in den Ruhestand verabschiedet worden. Landrat Detlev Kohlmeier würdigte Kleins Arbeit und sagte: „Thomas Klein hat in den vergangenen Jahren eine hervorragende und wertvolle Arbeit für unseren Landkreis geleistet, fachlich und sachlich stets überzeugend in der Bewertung und Analyse, er hat immer zurückhaltend und zugleich gradlinig, dabei höchst loyal agiert, und seine Sichtweise mit einer klaren Meinung und Haltung vertreten.“

Kohlmeier hat den scheidenden Ersten Kreisrat nach eigenen Worten als Stütze der Kreisverwaltung geschätzt.

Seit 1994 war Klein als Dezernent für die Bereiche Recht, Ordnung, Abfallwirtschaft, Bildung, Gesundheit, Soziales und Jugend zuständig. 2004 erfolgte die Beförderung vom Verwaltungsdirektor zum leitenden Verwaltungsdirektor.

Thomas Klein hat in den vergangenen Jahren eine hervorragende und wertvolle Arbeit für unseren Landkreis geleistet.

Detlev Kohlmeier, Landrat

Inhaltlich war Klein immer wieder mit den vorzunehmenden Anpassungen der Schullandschaft, der Budgetierung der Schulen, dem Ausbau des Ganztagsangebotes, der Schulsozialarbeit oder mit der Umsetzung des Schulentwicklungskonzeptes beschäftigt. Aber auch die Strukturen im Jugendbereich, die präventiven Angebote oder der Ausbau der Kinderbetreuung waren Themen. Im Sozialbereich galt es, gesellschaftliche Entwicklungen und sich ändernde Sozialgesetze nachzuvollziehen und umzusetzen, wie etwa im Bereich der Teilhabe, der Altenhilfe oder der Eingliederungshilfe.

Zu den vielleicht größten Herausforderungen zählten die Flüchtlingshilfe und seit März 2020 die Bewältigung der Covid-19-Krise, die Klein als Dezernent für den Gesundheitsbereich und Leiter des Pandemiestabes massiv gefordert hat. Am 2. November tritt Kreisrätin Kathrin Woltert Kleins Nachfolge an.

Kreisrätin Kathrin Woltert.

Kreisrätin Kathrin Woltert.

„Rückblickend kann ich sagen: Ich habe alles richtig gemacht“, sagte Klein: „Und das ist nicht als Selbstlob gemeint. Das Umfeld hat einfach gestimmt, und ohne die Fachbereichsleitungen wäre ich ebenso auf verlorenem Posten gewesen wie ohne das Vertrauen des Chefs.“ Mit der Politik hat Klein nach eigenen Worten stets eine persönlich wertschätzende positive Zusammenarbeit gepflegt, wenn sie auch politisch nicht selten kontrovers gewesen sei. „Das Fundament für die Arbeit war stets meine Familie“, sagte Klein. Die habe ihm immer den Rücken freigehalten.

Stellvertretend für die Kreispolitik sagte Kreistagsvorsitzende Heidrun Kuhlmann: „Die Verwaltung verliert mit Ihnen einen qualifizierten Mitarbeiter, wir als Kreistagsmitglieder einen sachkundigen Ansprechpartner.“ Die Zusammenarbeit zwischen Klein und der Politik sei stets von Wertschätzung und Vertrauen geprägt gewesen, sagte Kuhlmann.

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Erstellt:
27. Oktober 2020, 07:58 Uhr
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