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Die Gesellschaft für Integration (GfI) erhält das erste Sozialdarlehen der Hypo-Vereinsbank für eine Wohngemeinschaft in Nienburg. Foto: Wutzkoh/stock.adobe.com

Die Gesellschaft für Integration (GfI) erhält das erste Sozialdarlehen der Hypo-Vereinsbank für eine Wohngemeinschaft in Nienburg. Foto: Wutzkoh/stock.adobe.com

Nienburg 29.11.2019 Von Die Harke

Erster Sozialkredit geht nach Nienburg

Hypo-Vereinsbank finanziert Wohngemeinschaft der Gesellschaft für Integration

Das erste Sozialdarlehen der Hypo-Vereinsbank erhält die Gesellschaft für Integration (GfI) für eine Wohngemeinschaft in Nienburg, in der junge Erwachsene mit Behinderung ein neues Zuhause finden. Das hat die Bank mitgeteilt. „Wir sind sehr stolz darauf, dieses familiäre Wohnprojekt unterstützen zu dürfen und damit einen kleinen Beitrag zu einer gerechten und integrativen Gesellschaft leisten zu können“, sagt Michael Diederich, Sprecher des Vorstands der Hypo-Vereinsbank. „Viele Sozialunternehmer haben es in Deutschland schwer, gute Finanzierungen zu finden. Manches wichtige Projekt bleibt so auf der Strecke. Hier helfen wir mit Social Impact Banking, über das wir wirtschaftlich tragfähige Projekte mit einem sozialen Nutzen fördern und finanzieren. Ziel für uns ist dabei die Kapitalrückzahlung, nicht die Rendite. Was vermeintlich als Verdienst für die Bank übrig bleibt, investieren wir wiederum in soziale Projekte.“

Eine besonders hohe Nachfrage nach solchen sogenannten Impact-Finanzierungen verzeichnet die Hypo-Vereinsbank nach eigenen Angaben aus den Bereichen Sozialwesen, Bildung, bezahlbares Wohnen oder Inklusion. Weitere Sozialdarlehen seien daher bereits in Vorbereitung.

Die neue familiäre Wohngemeinschaft in Nienburg sei Mitte Oktober von der GfI eröffnet worden. Das Sozialunternehmen sei seit über 20 Jahren als gemeinnütziger Träger für die Eingliederungshilfe von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Behinderungen bzw. Beeinträchtigungen aktiv.

„Wir freuen uns sehr, dass die Hypo-Vereinsbank es uns mit einem Sozialdarlehen ermöglicht, diese neue Wohngemeinschaft zu gründen“, sagt Veronika Heß-Holscher, Geschäftsführerin der GfI. „Damit schaffen wir für junge Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen die besten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.“

Die neue Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung sei Teil eines Mehrgenerationen-Quartierprojekts, das durch unterschiedliche Hauskonzepte gemeinsames nachbarschaftliches Wohnen für Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen soll. In diesem Umfeld sollen die Bewohnerinnen und Bewohner der neuen Wohngemeinschaft mit größtmöglicher Selbstbestimmtheit, Eigenständigkeit und Teilhabe an der Gesellschaft integriert werden.

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Erstellt:
29. November 2019, 20:09 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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