Eva Högl beglückwünscht die Rekruten und Offizieranwärter nach Ablegen des feierlichen Gelöbnisses und Fahneneids. Links neben ihr: Landrat Detlev Kohlmeier.  Fotos: Marcel Kroencke

Eva Högl beglückwünscht die Rekruten und Offizieranwärter nach Ablegen des feierlichen Gelöbnisses und Fahneneids. Links neben ihr: Landrat Detlev Kohlmeier. Fotos: Marcel Kroencke

Langendamm 15.09.2020 Von Die Harke

Erstes Gelöbnis nach sechs Jahren Pause

Wehrbeauftragte des Bundestages Dr. Eva Högl beim Eloka-Bataillon 912: Soldaten befinden sich in „höchster Einsatz- und Grundbelastung“

Nach mehr als sechs Jahren Pause fand am Donnerstagabend erstmals wieder ein Feierliches Gelöbnis von Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr in der Langendammer Clausewitzkaserne statt. Ehrengast und Hauptrednerin war die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Dr. Eva Högl (51). Das hat die Bundeswehr mitgeteilt.

„Das Bataillon befindet sich aktuell in einer Zeit höchster Einsatz- und Grundbetriebsbelastung“, erklärte der Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 (ElokaBtl 912), Oberstleutnant Sascha Mies (43), zu Beginn des Truppenbesuchs.

Dies hänge vor allem mit den laufenden Auslandseinsätzen zusammen. Denn obwohl es insgesamt vier Eloka-Bataillone gibt, seien die in Nienburg vorhandenen Fähigkeiten einzigartig in der Bundeswehr. „Der Bedarf, auf unsere Leistungsfähigkeit zuzugreifen, ist groß. Das führt aber auch dazu, dass wir neue Wege finden müssen, um die immense Auftragslast zu schultern und auf die steigende Belastung der Soldatinnen und Soldaten zu reagieren“, sagte Mies.

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Eva Högl im Gespräch mit dem soldatischen Nachwuchs des Bataillons Elektronische Kampfführung 912.

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Eva Högl im Gespräch mit dem soldatischen Nachwuchs des Bataillons Elektronische Kampfführung 912.

Die Wehrbeauftragte besuchte unter anderem das neue Labor für Künstliche Intelligenz. Seit einigen Monaten würden die dort eingesetzten Soldaten Methoden und Verfahren erproben, um die digitale Aus- und Weiterbildung im Verband voranzutreiben.

Wegen der Corona-Vorschriften könne das Bataillon nur bis zu 80 von planmäßig 144 Rekrutinnen und Rekruten pro Quartal aufnehmen. Möglich sei dies dank der vergleichsweise guten Infrastruktur, welche in den vergangenen Jahren geschaffen wurde.

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages während ihrer Rede beim feierlichen Gelöbnis.

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages während ihrer Rede beim feierlichen Gelöbnis.

Die Truppe werde am 28. September sogar ein wenig anwachsen: Das Bataillons Elektronische Kampfführung stellt dann eine neue Kompanie auf, die sich ausschließlich mit der Grundausbildung befasst. Dort sollen dann im Schwerpunkt Soldaten ausgebildet werden, welche anschließend im Organisationsbereich „Cyber und Informationsraum“ eingesetzt würden, zum Beispiel beim Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr in Mayen bei Koblenz oder im Bereich des elektronischen Kampfes und der Aufklärung in einem der vier Eloka-Bataillone der Bundeswehr.

Dies betrifft jetzt schon einen Teil der seit dem 17. August die Ausbildung durchlaufenden Rekruten und Offizieranwärter, welche am Donnerstagabend ihr Gelöbnis ablegten und vereidigt wurden. Dabei ermunterte Wehrbeauftragte Dr. Högl die Rekrutinnen und Rekruten zu kameradschaftlichem Miteinander: „Übernehmen Sie Verantwortung. Stehen Sie ein für Rechtsstaat, Demokratie, Frieden, Freiheit, Vielfalt und Toleranz.“

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Erstellt:
15. September 2020, 06:02 Uhr
Lesedauer:
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