Christdemokraten und Milchbauern diskutierten im Stall. Wahlkreisbüro Beermann

Christdemokraten und Milchbauern diskutierten im Stall. Wahlkreisbüro Beermann

Anemolter 12.12.2017 Von Die Harke

Erweiterung schwieriges Thema

CDU auf Hofbesuch bei Familie Rust in Anemolter / Keine Wertschätzung mehr für Landwirte?

Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Landesbergen besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete [DATENBANK=12]Maik Beermann[/DATENBANK] ([DATENBANK=3223]CDU[/DATENBANK]) gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Landtag, [DATENBANK=424]Karsten Heineking[/DATENBANK], und anderen Christdemokraten jüngst den Hof der Familie Rust in Anemolter. Ziel war es, mit mit den Milchviehhaltern und Rinderzüchtern über die aktuelle Lage ins Gespräch zu kommen, dabei waren insbesondere das Tierwohl, das Ansehen in der Bevölkerung und die schwierigen Prozesse zur Erweiterung des Betriebes Kernpunkte dieser Betriebsbesichtigung. Familie Rust führt den Betrieb seit 1975, als zunächst Friedrich und Marie-Luise Rust den Hof pachteten. Seit 2007 führen ihn Vater Friedrich und Sohn Torsten Rust gemeinsam. Neben der Milchviehhaltung, einer kleinen Schweinemast und der Rinderzucht gehören zum Hof noch 80 Hektar Ackerfläche und 40 Hektar Grünland, die für die Futtermittelproduktion an Lohnunternehmer ausgelagert sind und nicht selbst bewirtschaftet werden.

Bei der Besichtigung erklärte Familie Rust den Gästen und Abgeordneten ihre Vorstellung von Tierwohl: Man arbeite dafür, dass es den Milchkühen gut gehe und sie so ein hohes Alter erreichen können und nicht nach wenigen Jahren zur Schlachtung wandern. Die älteste milchgebende Kuh sei derzeit 16 Jahre alt und habe bereits 14 Kälber auf die Welt gebracht. Das hohe Alter zeige auch, dass die Tiere gute Haltungsbedingungen haben, gutes Futter bekommen und gesund seien. „Man kennt die Kühe und sie wachsen einem auch ans Herz“, sagte Torsten Rust.

Was der Familie Sorgen bereitet ist „das in den vergangenen Jahren zunehmend schlechte mediale Klima gegen die heimische Landwirtschaft und die sich dadurch wandelnde Wahrnehmung der Landwirtschaft“: „Wir sind stolz auf unsere Arbeit, arbeiten nachhaltig und scheuen uns nicht vor dem Gespräch mit den Menschen vor Ort“, betont Torsten Rust. Bei solchen Gesprächen könne man so manch falsche Vorstellung wieder „geraderücken“.

Die Abgeordneten Beermann und Heineking nehmen zum Abschluss der Besichtigung zudem mit, dass es zunehmend schwerer für Betriebe werde, sich zu erweitern. Seit acht Jahren trete man hier auf der Stelle. „Hier ist die Politik gefragt“, sagte Beermann.

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Erstellt:
12. Dezember 2017, 21:00 Uhr
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