Blumen für Museums-Chefin Nowak Klimscha.

Blumen für Museums-Chefin Nowak Klimscha.

01.03.2015

„Es gibt ja doch noch Wunder“

Festakt zur Wiedereröffnung des Museums / Heute Archäologisches Spectaculum

Nienburg. Rund 100 geladene Gäste nahmen Freitagabend am Festakt zur Wiedereröffnung des Museums Nienburg im Zeichensaal des Quaet-Faslem-Hauses teil. Rund ein Jahr lang haben die Umbau- und Sanierungsarbeiten gedauert. Insbesondere der Fresenhof wurde im Innenbereich komplett neu gestaltet, zudem gibt es nun einen Aufzug im Außenbereich. Die Räume des Quaet-Faslem-Hauses erhielten einen Anstrich, zum Teil mit kontrastreichen Farben. Die Ausstellung wurde in Teilen neu konzipiert.

Heinrich Sieling, Vorsitzender des Museumsvereins, sprach von einem Freudentag und erklärte in seiner Rede: „Es gibt ja doch noch Wunder.“ Er bezog sich darauf, dass bereits im August 2008 der Antrag auf Fördermittel an das Land Niedersachsen gestellt wurde, und dann, kurz nachdem Dr. Kristina Nowak-Klimscha ihr Amt als neue Museumsleiterin und Nachfolgerin von Dr. Eilert Ommen im November 2013 antrat, der Anruf aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur kam, mit der Nachricht, dass Mittel aus dem EU-Fördertopf zurückgeflossen seien und nun Geld zur Verfügung stehe.

Es wurde schnell gehandelt, denn bis gestern mussten die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein. Dass dieses Ziel mit viel Energie und Kraft aller Beteiligten und insbesondere durch das große Engagement der Museumsleiterin geschafft wurde, dafür sprach Heinrich Sieling „Lob und Anerkennung“ an Dr. Kristina Nowak-Klimscha aus.

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes unterstrich: „Ich möchte Danke sagen an all’ diejenigen, die sich eingebracht haben.“ Landrat Detlev Kohlmeier bezeichnete das Museum als „Glücksfall“ und als ein „Ort des öffentlichen Lebens“, an dem ein zeitgemäßes Erscheinungsbild wichtig sei.

Mit einem bebilderten Kurzvortrag stellte die Museumsleiterin die Baumaßnahmen vor und bedankte sich insbesondere bei ihrem Team, dem Museumsvorstand, den Museumsgestaltern, der Bauleitung und allen Beteiligten sowie den finanziellen Geldgebern Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), Landkreis Nienburg, Stadt Nienburg, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Landschaftsverband Weser-Hunte, Wirker-Stiftung, Hoya-Diepholz’sche Landschaft, Sparkassenstiftung, VR-Stiftung, Volksbank und Avacon AG. Etwas mehr als eine Million Euro hat die Maßnahme gekostet. „Es hat großen Spaß gemacht, diesen Weg gemeinsam zu gehen, und es war großartig zu sehen, wie die Räder ineinander greifen“, stellte Dr. Kristina Nowak-Klimscha abschließend heraus. Nach dem Festakt konnten sich die Gäste selbst ein Bild machen und den „neuen“ Fresenhof und das Quaet-Faslem-Haus besichtigen.

Auch heute noch findet von 12 bis 17 Uhr das „Archäologische Spectaculum“ rund um den Fresenhof (Leinstraße 48) und im Quaet-Faslem-Haus (Leinstraße 4) statt. Bei freiem Einritt können sich alle Interessierten unter anderem auf Schaukämpfe, Bogenschießen, Feuerschlagen, Schmieden, experimentelle Archäologie und historische Musik freuen. Zudem werden ein kleiner Imbiss sowie Kaffee und Kuchen im Quaet-Faslem-Haus angeboten. Speziell für die kleine Gäste gibt es ein museumspädagogisches Angebot. Weitere Informationen sind unter www.museum-nienburg.de erhältlich. due

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Erstellt:
1. März 2015, 00:00 Uhr
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