Trotz aller Vorkehrungen in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen gibt es keine absolute Sicherheit. Foto: Satjawat - stock.adobe.com

Trotz aller Vorkehrungen in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen gibt es keine absolute Sicherheit. Foto: Satjawat - stock.adobe.com

Nienburg 19.01.2021 Von Holger Lachnit

Es gibt keine absolute Sicherheit

Am Wochenende hat es 60 Covid-19-Neuinfektionen im Landkreis Nienburg gegeben. Das ist ein neuer Höchstwert. Folglich schnellte der Inzidenzwert der Infektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner von 100,5 am Freitag auf 130,2 am Sonntag nach oben.

Nach Mitteilung des Landkreises, der für die Heimaufsicht verantwortlich ist, stammt rund die Hälfte der Fälle aus Alten- und Pflegeheimen. Das ist keine gute Nachricht, sind doch alte und vorerkrankte Menschen besonders anfällig für das Virus.

Andererseits bieten gerade die Alten- und Pflegeheime relativ gute Möglichkeiten, die Ausbreitung der Infektionen einzudämmen. Dort gibt es Hygienekonzepte, und es gibt die Pflicht, das Personal zweimal pro Woche auf das Coronavirus zu testen. In Regionen mit einer Inzidenz über 50 – also im Landkreis Nienburg – müssen auch Besucher ein negatives Testergebnis vorlegen. Sobald es ein akutes Covid-19-Geschehen gibt, tritt umgehend ein Besuchsverbot in Kraft.

Theoretisch ist also alles geregelt, um die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich zu vermindern. Dennoch gibt es keine absolute Sicherheit, wie die aktuellen Infektionen in Altenheimen und auch im Nienburger Krankenhaus zeigen: Es besteht die Möglichkeit von falsch-negativen Schnelltests, von Fehlern bei der Umsetzung der Hygienekonzepte, und selbstverständlich kann immer auch menschliches Fehlverhalten dazu führen, dass das Virus in eine geschlossene Einheit eingeschleppt wird.

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Erstellt:
19. Januar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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