Viel Herzlichkeit: Der scheidende Nendorfer Grundschulleiter Christian Krüger erhielt von Susanne Peters, zuständige Dezernentin bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde, die Verabschiedungsurkunde.

Viel Herzlichkeit: Der scheidende Nendorfer Grundschulleiter Christian Krüger erhielt von Susanne Peters, zuständige Dezernentin bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde, die Verabschiedungsurkunde.

Nendorf 01.02.2020 Von Jörn Graue

„Es hat mir immer viel Spaß gemacht“

Nendorfs Grundschulleiter Christian Krüger verabschiedet / Schüler von 1985 schauten vorbei

„Es gab von Anfang an viel zu tun, aber es hat mir viel Spaß gemacht, hier zu wirken und die Unterstützung war immer da.“ Das sagte Christian Krüger, Leiter der Grundschule Nendorf, am Freitag bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand.

20 Jahre lang war der 65-jährige Pädagoge Rektor an der Schule gewesen. Die gut 70 geladenen Gäste hatten so manche Überraschung für den Uchter parat. So waren eigens acht ehemalige Schülerinnen der Stolzenauer Realschule, die mit Krüger 1985 ihre Abschlussfahrt nach Schweden unternommen hatten, zu der Feierstunde nach Nendorf gekommen.

„2001 begann in der Schullandschaft der Wind der Veränderung zu wehen und ich versuchte, fleißig Windmühlen aufzustellen“, blickte er auf die Anfänge als Schulleiter zurück. Zuvor war er an einer Hauptschule in Hannover-Misburg, an der Realschule Stolzenau und an der Uchter Grundschule tätig gewesen.

Er erinnerte an Klassen- und Schulfeste, Umgestaltungen auf dem Schulhof und das so genannte Regionale Integrationskonzept, das die Nendorfer Grundschule einst mit der Stolzenauer „Regenbogenschule“ auf den Weg gebracht hatte.

Er hätte immer alles vom Kind her gedacht, bescheinigte die zuständige schulfachliche Dezernentin bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Susanne Peters, dem scheidenden Rektor. „Sie haben immer sehr viel Präsenz und sehr viel Liebe zu den Schülern gezeigt“, sagte sie. Die stets sehr kollegiale Zusammenarbeit hätte sie immer sehr genossen. „Ich werde Sie sehr vermissen“, bekannte Peters.

Gelungene Überraschung: Mehrere Schülerinnen, die ihren Abschluss 1985 an der Stolzenauer Realschule gemacht hatten, waren zurr Verabschiedung ihres früheren Klassenlehrers angereist.

Gelungene Überraschung: Mehrere Schülerinnen, die ihren Abschluss 1985 an der Stolzenauer Realschule gemacht hatten, waren zurr Verabschiedung ihres früheren Klassenlehrers angereist.

Jens Beckmeyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser, machte das Motto der Grundschule Nendorf „Mit Herz, Hand und Verstand“ an Christian Krüger fest. „Du warst immer Ansprechpartner für Kinder mit Sorgen und Nöten und mit großer Freude“, sagte der Verwaltungschef und sah den Begriff Herz umgesetzt.

„Du bist ein Mann der Praxis, Handwerk hat großen Stellenwert“, betonte der Nendorfer und ging auf „Verstand“ als Zuschreibung ein: „Du bist immer sorgsam mit den Mitteln der Steuerzahler aus der Samtgemeinde Mittelweser umgegangen“, lobte er und verwies darauf, dass er selbst einst an der Realschule Stolzenau von Krüger in Physik und Werken unterrichtet worden sei.

Neben Reden standen am Freitag auch ein Liedvortrag und Gesten im Mittelpunkt. „So ganz ohne dich wird es schwer. Wir hoffen, du kommst häufig her“, hieß es in einem Lied, das das Lehrerkollegium und sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nendorfer Grundschule zu Gehör brachten.

Rückblick auf 20 Jahre als „Chef“ der Nendorfer Grundschule: Christian Krüger.

Rückblick auf 20 Jahre als „Chef“ der Nendorfer Grundschule: Christian Krüger.

Sichtliche Freude bereitete Krüger der Überraschungsbesuch von acht ehemaligen Schülerinnen, mit denen er vor 35 Jahren eine Fahrt nach Schweden unternommen hatte. „Er ist immer sehr fair mit seinen Schülern umgegangen“, sagte Beatrix Krone, die heute in Stade wohnt und damit die weiteste Anreise nach Nendorf hatte, über ihren einstigen Klassenlehrer.

„Wollen wir nicht ins Ausland?“ soll Krüger gefragt haben, erinnerte sich Christine Ten Voorde aus Hannover im Gespräch mit der HARKE zurück. Derweil fiel Silvia Kläfker ein besonderer kulinarischer Genuss wieder ein: „Wir hatten damals großen Gouda-Käse mit, den wir mit Marmelade gegessen haben.“

Wie berichtet, tritt Asta Benninger die Nachfolge von Krüger als kommisssarische Leiterin der Nendorfer Grundschule an.

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Erstellt:
1. Februar 2020, 13:32 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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