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Wer nicht aufpasst, muss ab 2020 zum Teil mehr Bußgeld bezahlen. Foto: pixabay.com

Wer nicht aufpasst, muss ab 2020 zum Teil mehr Bußgeld bezahlen. Foto: pixabay.com

Landkreis 12.01.2020 Von Nikias Schmidetzki

Es kann jetzt teurer werden

Guten Tag

Schon erwischt worden? Hoffentlich nicht – zumal doch der Vorsatz „Weniger hastig und mit mehr Rücksicht im Straßenverkehr unterwegs sein“ für 2020 noch im Raum steht. Das jedenfalls könnte sich in einigen Bereichen besonders lohnen, da es seit dem 1. Januar stellenweise Veränderungen gibt, auf die der TÜV hinweist.

Wer sich etwa nicht daran hält, eine Rettungsgasse freizuhalten, und bei einem Stau den Rettungskräften keinen Platz macht, kassiert neben den zwei Punkten in Flensburg sowie 200 Euro Bußgeld zukünftig auch noch einen Monat Fahrverbot. Insbesondere diejenigen, die eine Rettungsgasse sogar für sich nutzen und einfach durchfahren, sollen mit 240 Euro Bußgeld plus einem Monat Fahrverbot deutlich härter bestraft werden als zuvor.

Hieß es bislang, beim Überholen von Fahrradfahrern sei ein „ausreichendem Seitenabstand“ – der aber nicht näher definiert war – einzuhalten, sieht die Straßenverkehrsordnung nun einen Mindestabstand von 1,50 Meter vor. Den müssen Kraftfahrzeuge zu Fußgängern, Fahrrädern und E-Scootern innerorst halten. Außerhalb sind es sogar zwei Meter.

Eine weitere Maßnahme zum Schutz von Fahrradfahrern und Fußgängern besteht darin, dass Lastwagen über 3,5 Tonnen innerorts nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen dürfen. Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld von 70 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Aber auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer, die gerne schneller unterwegs sind, gibt es eine neue Einschränkung: „Blitzer-Apps für das Smartphone oder auf dem Navigationsgerät sowie Radarwarner sind künftig eindeutig verboten und werden mit einem Punkt in Flensburg und 75 Euro Bußgeld bestraft“, erklärt Bernd Stamme, Leiter der TÜV-Station Nienburg.

Das Parken in zweiter Reihe, um schnell etwas ein- oder auszuladen oder jemanden abzusetzen, wurde bislang meist – wenn überhaupt – mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet. Das dürfte sich seit Anfang dieses Jahres geändert haben.

Stamme: „Halten in zweiter Reihe soll dann mit 55 Euro, bei Behinderung sogar mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft werden.“ Ebenfalls 55 Euro Bußgeld wird das Parken und Halten auf Geh- und Radwegen zukünftig kosten.

Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg bei Behinderung. Zum Parken in der Nähe einer Kreuzung kann der Abstand erhöht werden, wenn ein Radweg entlang der Straße verläuft, der durch ein Verkehrszeichen gekennzeichnet ist.

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Erstellt:
12. Januar 2020, 06:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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