Das Glockenspiel am Nienburger Posthof, das der Rotary-Club Nienburg-Neustadt der Stadt vor 40 Jahren – ein Jahrzehnt nach seiner Gründung – geschenkt hatte. Fotos: Sommerfeld

Das Glockenspiel am Nienburger Posthof, das der Rotary-Club Nienburg-Neustadt der Stadt vor 40 Jahren – ein Jahrzehnt nach seiner Gründung – geschenkt hatte. Fotos: Sommerfeld

Nienburg 16.04.2020 Von Gero Sommerfeld

Es klingt seit 40 Jahren

1980 hat der Rotary-Club Nienburg der Stadt das Glockenspiel am Posthof geschenkt

In diesem Jahr feiert der Rotary-Club Nienburg-Neustadt seinen 50. Geburtstag. Seit nunmehr vier Jahrzehnten ist die Kreisstadt um eine klangvolle Attraktion reicher, die so ziemlich jeder kennen dürfte.

Seit 1980 schallt es im Herzen der Altstadt, am Posthof, täglich mehrmals in wohlgesetzten Tönen durch die Straßen: das Glockenspiel, das der Rotary-Club in seinem zehnten Gründungsjahr auf Initiative von Ex-Governor Franz Dietrich von Ditfurth der Stadt geschenkt hatte.

Im Beisein zahlreicher Gäste war das Glockenspiel vom damaligen Clubpräsidenten August Wörner an Bürgermeister Folker Radtke und damit an die Bevölkerung feierlich übergeben worden.

Bei der Enthüllung der Erinnerungstafel an der Mauer unter dem Glockenspiel und vor der musikalischen Premiere des Jubiläumsgeschenks mit der „Kleinen Nienburgerin“ hatte Präsident Wörner die ehrliche Verbundenheit mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt als bleibende Erinnerung hervorgehoben. „Daran hat sich bis heute nichts geändert“, sagt die derzeitige Club-Präsidentin Beate Rothärmel.

Das Schild am Posthof unter dem Glockenspiel weist auf das Gründungsjahr hin.

Das Schild am Posthof unter dem Glockenspiel weist auf das Gründungsjahr hin.

„Glocken verleihen einer Stadt einen besonderen Glanz“, hatte Bürgermeister Folker Radtke damals den Brückenschlag zwischen dem Club und den Bürgern der Kreisstadt gewertet. Auch wenn das aus zehn Glocken bestehende Jubiläumsgeschenk nicht in erster Linie praktische Hilfe für den Nächsten sei, habe der Club über die Jahre doch einer großen Zahl von Menschen eine musikalische Freude bereitet.

Diese Ansicht scheint bis zum heutigen Tag der Fall zu sein. Immer wieder verharren vor dem Posthof Zuhörer aus nah und fern, wenn dreimal täglich die erste Strophe des Liedes „Ich bin die kleine Nienburgerin“ sowie abends und am Morgen weitere bekannte Melodien wie „Heissa Kathreinerle“, „Guten Abend, gut‘ Nacht“ oder „Dat du min Leevsten büst“ erklingt.

Mittags ertönt als zweites Lied immer die zweite Strophe des Wechselgesangs von der „Kleinen Nienburgerin“, der „Calenberger Buer“.

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Erstellt:
16. April 2020, 11:25 Uhr
Lesedauer:
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