Gemeinsame Zeit verbrachten die Gäste aus Nienburg und die Gastgeber aus Barendrecht. Marion-Dönhoff-Gymnasium

Gemeinsame Zeit verbrachten die Gäste aus Nienburg und die Gastgeber aus Barendrecht. Marion-Dönhoff-Gymnasium

Barendrecht/Nienburg 18.03.2017 Von Die Harke

Es muss nicht immer England sein

Gruppe des Marion-Dönhoff-Gymnasiums war unterwegs in den Niederlanden

Für 33 Schülerinnen und Schüler aus dem achten Jahrgang des [DATENBANK=4705]Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG[/DATENBANK]) ging es zusammen mit den Englischlehrern Simone Volkhausen und Henrik Lauber nicht etwa nach Britannien, sondern ins niederländische Barendrecht. Bereits zum dritten Mal hat das MDG den Schüleraustausch mit der 41200 in der Stadt nahe Rotterdam angeboten und seinen Achtklässlern damit die Möglichkeit, schon im Alter von 13 und 14 Jahren erste Erfahrungen im direkten Kontakt mit Gleichaltrigen eines anderen europäischen Landes zu machen. Dabei können und sollen sie ihre Englischkenntnisse anwenden und vertiefen, da Englisch die einzige gemeinsame Sprache der deutschen und niederländischen Mädchen und Jungen ist, teilt Lehrerin Simone Volkhausen mit.

Nachdem bereits im November 2016 die niederländische Gruppe in Nienburg zu Gast gewesen war und die Jugendlichen zusammen mit ihren deutschen Gastgeschwistern am MDG-Unterricht teilgenommen, an Projekten zusammengearbeitet und einen Ausflug nach Bremen unternommen hatten, stand nun der Gegenbesuch an. So brachen sie auf, um „eine schöne und abwechslungsreiche Zeit in den Niederlanden zu verbringen“, heißt es in dem Bericht der Schule. Nach einer fünfstündigen Busfahrt erreichte die Gruppe schließlich die Calvijn-Groene-Hart-Schule.

Volkhausen schreibt: „Nach dem herzlichen Empfang konnten sich alle erst einmal bei einem kleinen Imbiss stärken, bevor sie dann in deutsch-holländischen Kleingruppen Spiele spielten, die von den niederländischen Austauschpartnern im Vorfeld selbst entworfen und gebastelt worden waren. Nach Abschluss der Spielrunde ging es dann für die MDGler mit ihren Austauschpartnern nach Hause, um auch die anderen Familienmitglieder und das ‚Zuhause‘ der nächsten Tage kennenzulernen.“

Der zweite Tag begann mit Schulunterricht. In Gruppen unterteilt nahmen die Nienburger mit ihren Austauschpartnern am Unterricht teil und erlebten so die Fächer Mathematik, Geschichte, Biologie und Europakunde in englischer Sprache. „So mancher deutsche Schüler stellte seine Englischkenntnisse unter Beweis und beteiligte sich aktiv am Unterricht“, lobt Volkhausen.

In der auf den Unterricht folgenden Projektarbeit, welche wiederum in deutsch-holländischen Mischgruppen erfolgte, bereiteten die Schüler einen Ausflug nach Rotterdam vor, indem sie Sehenswürdigkeiten der zweitgrößten Stadt der Niederlande recherchierten. Zunächst stand aber ein Ausflug nach Hoek van Holland an, um dort die „Maeslantkering“ zu besichtigen. Auch die Führung über die Sturmflutsperre war in englischer Sprache gehalten. So erfuhren die Schüler unter anderem, dass eine Flutkatastrophe wie 1953 mit 1 836 Opfern verhindert soll. Dafür wurden 660 Millionen Euro investiert, um die imposante Stahlkonstruktion von 1991 bis 1997 von insgesamt 600 Arbeitern bauen zu lassen.

Eindrücke in Broschüre zusammengefasst

Am Folgetag brachten zwei Reisebusse die Gäste und Gastgeber schließlich nach Rotterdam, wo sie anhand von Leitfragen, die niederländische Lehrerinnen vorbereitet hatten, und ihrer zuvor recherchierten Informationen über die Sehenswürdigkeiten die Stadt auf eigene Faust erkundeten, Fotos machten und Passanten interviewten. Zurück in der Schule stellten die Jugendlichen die gewonnenenen Erkenntnisse in einer Broschüre zusammen.

Zuletzt tauchten die Gäste ohne Programm ins niederländische Leben ein und verbrachten einen ganzen Tag mit ihren Gastfamilien. „Ein besonderes Erlebnis für viele Jungen der deutschen Gruppe war der Besuch im Fußballstadion, um die Partie Excelsior Rotterdam gegen den SC Heerenveen zu sehen“, berichtet Simone Volkhausen, die ein positives Fazit aus dem Austausch zieht: „Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass auch der dritte Durchgang des Austausches zwischen dem Marion-Dönhoff-Gymnasium und der Calvijn Groene Hart ein voller Erfolg war und die Schülerinnen und Schüler mit tollen Erlebnissen und neuen Erfahrungen nach Hause gekommen sind.

Auch den „Maeslantkering“ besuchte die Gruppe. Marion-Dönhoff-Gymnasium

Auch den „Maeslantkering“ besuchte die Gruppe. Marion-Dönhoff-Gymnasium

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Erstellt:
18. März 2017, 21:00 Uhr
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