Sieht aus wie Raps, ist aber Senf. Foto: amy_lv - stock.adobe.com

Sieht aus wie Raps, ist aber Senf. Foto: amy_lv - stock.adobe.com

Nienburg 03.11.2020 Von Holger Lachnit

Es war wohl der Senf, der blühte ...

Guten Tag – ein Kommentar

Offenbar ist nicht alles, was gelb ist und auf einem Feld blüht, Raps. Nachdem ich am Montag kühn behauptet hatte, in Erichshagen würden gelbes Spargelkraut und Raps um die Wette leuchten, wurde ich von den Leserinnen und Lesern der HARKE eines Besseren belehrt: Es ist wohl der Senf, der aktuell das Auge erfreut. Auch Ölrettich wurde von einem Leser als mögliche Anbaupflanze ins Spiel gebracht.

Allerdings sei zu meiner Ehrenrettung gesagt, dass sich Senf und Raps zum Verwechseln ähnlich sehen: Beide gehören zur Familie der Kreuzblütler, es blühen beide gelb, ihre Blätter sehen nahezu identisch aus und auch ihre Wuchshöhe ist mit rund 1,50 Meter vergleichbar.

Aber es gibt einen – entscheidenden – Unterschied, den ich als Nicht-Landwirt und Nicht-Biologe nicht kannte, und erst über „Google“ herausgefunden habe: Raps und Senf blühen nie gleichzeitig: Während der Raps seine Blütezeit im späten Frühjahr bis in den Mai hinein hat, blüht der Senf viel später im Jahr bis in den Herbst hinein.

Der Winterraps, der im Sommer ausgesät wird, blüht im Frühjahr, während der Sommerraps im Frühjahr ausgesät wird und im Spätsommer blüht. Aus Raps wird häufig Öl hergestellt, wobei kalt gepresstes Rapsöl viele ungesättigte und nur wenige gesättigte Fettsäuren aufweist.

Senfsamen enthalten Senföl, Eiweiß und die Glykoside. Letztere sind für den scharfen Geschmack verantwortlich.

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Erstellt:
3. November 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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