Eva Mattes las vergangenes Jahr in Nienburg aus Astrid Lindgrens Tagebüchern, dieses Jahr in Neustadt. Foto: Hanna Mattes

Eva Mattes las vergangenes Jahr in Nienburg aus Astrid Lindgrens Tagebüchern, dieses Jahr in Neustadt. Foto: Hanna Mattes

Espelkamp 30.01.2020 Von Die Harke

Espelkamp: Kultur 5.0 startet im Februar

Spannende Fassadenkunst und Lesung mit Eva Mattes in Thomaskirche

Kaum dass die neue Veranstaltungsreihe Kultur 5.0 im letzten Jahr mit der „Eiskalten“ Kinonacht und dem musikalischen Swing-Programm der Hamburger „Zimtschnecken“ im voll besetzten Bürgerhaus mit großem Erfolg gestartet ist, präsentiert das Planungsteam im zweiten Jahr gleich ein neues Projekt: die Licht-Werke.

Künftig möchte sich der Arbeitskreis dem kreativen Element Licht widmen um damit besonders markante Gebäude oder Orte künstlerisch in Szene zu setzten. Starten wird das Projekt am 23. Oktober mit einer eindrucksvollen Fassadenprojektion der Thomaskirche.

Auch die Thomaskirche selbst wird zur Bühne. Am Freitag, 6. November, liest die renommierte Schauspielerin Eva Mattes aus den Tagebüchern Astrid Lindgrens von 1933 bis 1945. Begleitet wird sie in dieser musikalischen Lesung von Jakob Neubauer (Akkordeon) und Irmgard Schleier (Klavier), die auch für das Programm verantwortlich zeichnet.

Der Startschuss für die diesjährige Veranstaltungsreihe Kultur 5.0 fällt aber schon am Freitag, 14. Februar, mit der langen Kinonacht im Elite-Filmtheater.

Unter dem Titel „Ikonen“ ist es dem Planungsteam auch in diesem Jahr gelungen, in Kooperation mit Kinobetreiber Karl-Heinz Meyer eine erlesene Filmauswahl zu treffen. Auf dem Programm stehen mit „Die Berufung“ und „Nurejew“ zwei preisgekrönte Kinofilme, die das Leben von zwei ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zeichnen, und doch eines gemeinsam haben: durch ihren unermüdlichen Kampf für mehr Gleichberechtigung wurden sie zu Ikonen ihres Fachs.

Biopic mit „Star Wars“-Star Felicity Jones

Um 20 Uhr startet nach einem Sektempfang im Foyer und kurzer Begrüßung im Kinosaal „Die Berufung“, eine Biopic mit „Star Wars“-Star Felicity Jones in der Titelrolle als amerikanische Supreme-Court-Richterin und Gleichstellungs-Ikone Ruth Bader Ginsburg. Der zweite Film „Nurejew“ ist ein biographisches Drama über das Ballett-Talent Rudolf Nurejew. Er gilt als einer der besten Ballett-Tänzer des 20. Jahrhunderts und war der größte Star im klassischen Ballett.

Nurejew beeinflusste sowohl die Rollen-Interpretation im klassischen Repertoire wie auch die moderne Choreographie. Nach dem Verlassen der Sowjetunion begründete Nurejew die Emanzipation des männlichen Rollenparts in Balletten, die auf Ballerinen als Mittelpunkt zugeschnitten waren.

Der Film zeigt seine Flucht aus der Sowjetunion. In der Pause zwischen den Filmen erhalten die Kinogäste ein Überraschungsgetränk.

Eigentlich schon für das Jahr 2018 geplant, legte der Kirchenbrand die Planungen für die Lesung und das Lichtkonzept zunächst einmal auf Eis.

Nach der vollständigen Renovierung wird die ohnehin schon besondere Architektur und Akustik der Thomaskirche mit ihrem neuen Kupferdach und dem angebauten Gemeindezentrum umso mehr zur spannenden Kulisse für die geplante Fassadenprojektion, die von der Licht-Erlebnis-Manufaktur Oliver Roth aus Minden umgesetzt wird.

Musikalische Lesung mit Eva Mattes

Die Video-Projektionen laufen in der Zeit vom 23. Oktober bis 6. November täglich mit Einbruch der Dunkelheit und leiten somit den Höhepunkt zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Kultur 5.0 ein: Die musikalische Lesung mit Eva Mattes unter dem Titel „Die Menschheit hat den Verstand verloren“. Astrid Lindgrens Bücher handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand.

Sie hat Geschichten wie Pippi Langstrumpf, Mio, mein Mio und vielen anderen den Blick auf die Welt verändert und die Kindheit von Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Jahre bevor ihre Kinderbücher entstanden, schrieb Astrid Lindgren ihre Gedanken über das dunkle Kapitel des 20. Jahrhunderts in ihren Tagebüchern nieder.

Sie schildert ihren Alltag, stellt aber auch Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit das Denken und Handeln der Menschen bestimmt? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? In dieser musikalisch begleiteten Lesung wechseln sich Kapitel aus den Tagebüchern und ausgewählte Passagen aus „Pippi Langstrumpf“ ab mit literarischen Chansons aus dem Exil, jiddischen Liedern aus dem Widerstand sowie Wiegen- und Kinderlieder aus Nord- und Osteuropa.

Eintrittskarten für die Kinonacht und die Lesung sind ab sofort erhältlich im Kulturbüro im Bürgerhaus, Wilhelm-Kern-Platz 14, Espelkamp, Tel.: 05772/562-161, - 185 oder -255. Weitere Informationen sowie der gesamte Programmflyer kann per Mail angefordert werden unter g.kopp@espelkamp.de.

In der Zeit vom 23. Oktober bis 6. November täglich mit Einbruch der Dunkelheit und leiten somit den Höhepunkt zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Kultur 5.0 ein: Die musikalische Lesung mit Eva Mattes unter dem Titel „Die Menschheit hat den Verstand verloren“.

Astrid Lindgrens Bücher handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Sie hat Geschichten wie Pippi Langstrumpf, Mio, mein Mio und vielen anderen den Blick auf die Welt verändert und die Kindheit von Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt.

Jahre bevor ihre Kinderbücher entstanden, schrieb Astrid Lindgren ihre Gedanken über das dunkle Kapitel des 20. Jahrhunderts in ihren Tagebüchern nieder. Sie schildert ihren Alltag, stellt aber auch Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit das Denken und Handeln der Menschen bestimmt? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen?

In dieser musikalisch begleiteten Lesung wechseln sich Kapitel aus den Tagebüchern und ausgewählte Passagen aus „Pippi Langstrumpf“ ab mit literarischen Chansons aus dem Exil, jiddischen Liedern aus dem Widerstand sowie Wiegen- und Kinderlieder aus Nord- und Osteuropa.

Eintrittskarten für die Kinonacht und die Lesung sind ab sofort erhältlich im Kulturbüro im Bürgerhaus, Wilhelm-Kern-Platz 14 in Espelkamp, Telefon (05772)562161, - 185 oder -255. Weitere Informationen sowie der gesamte Programmflyer kann per Mail angefordert werden unter g.kopp@espelkamp.de.

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Erstellt:
30. Januar 2020, 15:04 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 42sec

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