Arne Hildebrandt DH

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Kolumne 21.08.2017 Von Arne Hildebrandt

Essig gegen Unkraut verboten

Es sprießt und sprießt. Meinen Urlaub habe ich genutzt, um auf den Knien zu rutschen und die Garageneinfahrt und die Wege auf meinem Grundstück von Unkraut zu befreien. Fuge für Fuge mit einem Messer. Es hilft nichts: Trotz eines entsprechenden Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg bleibt die Anwendung von Essig oder Salz zur Unkrautbekämpfung auf Wegen, Bürgersteigen, Garagenzufahrten, Terrassen, Straßen, Parkplätzen und Hofflächen verboten. Darauf wies gestern das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin. „Im Falle der Nichtbeachtung erhält der Betroffene in der Regel eine schriftliche, behördliche Anordnung mit der Aufforderung, entsprechende Anwendungen zu unterlassen. Die Anordnung ist mit 175 Euro gebührenpflichtig. Bei Verstoß gegen diese behördliche Anordnung drohen zusätzlich hohe Bußgelder.“

Neben Pflanzenschutzmitteln sei auch die Anwendung von anderen Produkten, wie zum Beispiel Steinreiniger zur Algenbekämpfung, die als Biozide im Handel frei erhältlich sind, auf solchen Flächen zur Beseitigung von Unkraut oder Moos verboten und werde direkt ordnungsrechtlich mit Bußgeld geahndet.

Fazit, so die Behörde: „Finger weg von Mitteln zur chemischen Unkrautvernichtung, egal ob mit Pflanzenschutzmitteln, Steinreinigern, Salz oder Essig! Es bleiben alternative Methoden wie mechanisches Entfernen, Heißwasser-Hochdruckreiniger oder Abflammen, mit denen man die Flächen sauber halten kann – auch wenn dies aufwendiger ist.“

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Erstellt:
21. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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