„Evelin“ stellt ihre Bilder in der Finanzagentur der Deutschen Bank in Nienburg aus. Evelin

„Evelin“ stellt ihre Bilder in der Finanzagentur der Deutschen Bank in Nienburg aus. Evelin

Nienburg 05.01.2017 Von Die Harke, Von Sabine Lüers-Grulke

„Evelins“ große Augen auf Bildern

Ausstellung in Finanzagentur ist noch bis Ende Februar zu sehen

Ihr „Markenzeichen“ sind die großen Augen ihrer Figuren: Seit Montag stellt die bekannte Berliner Künstlerin „Evelin“ in der Finanzagentur Oliver Bogenschütz der Deutschen Bank PGK AG in der Langen Straße 12-16 in Nienburg aus. Mit Unterstützung der Gallery Art von Frei aus Berlin konnte diese Ausstellung realisiert werden und ist bis Ende Februar in den Räumlichkeiten der Finanzagentur zu sehen.

Evelin Höhne fiel in den 90er-Jahren bei einem Konzert zuerst Jim Avignon auf, der schon damals einer der bekanntesten deutschen Pop-Art-Künstler war. „Du musst unbedingt ausstellen“, sagte er. Kurz darauf präsentierte die Neu-Berlinerin ihre Portraits zum ersten Mal in der Öffentlichkeit und verkaufte gleich eines für 300 D-Mark.

Prominenter Fan ist die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen

Evelin malt, seitdem sie fünf Jahre alt war, aber sie hätte nie gedacht, dass sie jemals davon leben könnte. Heute ist Sie Mitte 40, ihr Künstlername „Evelin“ ist längst eine Marke und ihre Portraits haben es auf Plattencover geschafft. Ein prominenter Fan ist die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen.

Das „Evelin“-Markenzeichen: Die Augen sind riesengroß, die Nasen werden nur angedeutet. Ein bisschen erinnern die Acryl-Bilder an japanische Mangas, aber die Künstlerin bricht Niedlichkeit mit Ironie und Slogans wie „Managerkinder weinen nicht“. Ihre Bilder seien nicht nur süß, sagt sie: „Sie müssen Pfeffer bekommen.“

Der Pfeffer in ihrem Leben war fast zwei Jahrzehnte die Künstlerszene im Prenzlauer-Berg. Für die erste Folge der Arte-Reihe „Durch die Nacht mit …“ lud sie 2002 den Kunst-Provokateur Christoph Schlingensief und den Dirigenten Christian Thielemans zu sich nach Hause ein. „Berlin war meine Ausbildung zum Ich“, sagt Evelin. Mittlerweile lebt sie wieder in ihrer alten Heimat Ahnatal-Heckershausen.

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Erstellt:
5. Januar 2017, 21:00 Uhr
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