Stefan Schwiersch DH

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Nienburg 04.11.2017 Von Stefan Schwiersch

Ex-Profis mit Tatendrang

Guten Tag

Björn Lindemann ist nun wieder ein waschechter Südkreisler. Der Fußballprofi hat – wie berichtet – Thailand nach fünfeinhalb Jahren den Rücken gekehrt und das Dachgeschoss im Elternhaus in Münchehagen ausgebaut, bald sollen seine Nuraleila und Töchterchen Lea die Familie wieder vervollständigen. Apropos: Für den neulich veröffentlichten Facebook-Hinweis „Hat Nuraleila Lindemann geheiratet“ erhielt der 33-Jährige rund 150 Glückwünsche aus dem Freundeskreis. Dabei hatten sich die beiden bereits 2016 das Ja-Wort gegeben, aber erst jetzt änderte Lindemann seinen Beziehungsstatus. stefan

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sportredaktion

Neulich bei einem Abstecher nach Nienburg schaute er auf eine Tasse Kaffee in der Redaktion vorbei. Und erzählte, dass er durchaus Lust hätte, sich beizeiten auch im Kreis Nienburg zu engagieren. Schnell ist ihm aufgefallen, dass die Handball-Union HSG Nienburg auf breiter Front Erfolge verzeichnet, während die Fußballer auf dem flachen Land und ebenso in der Stadt Nienburg allesamt ihr eigenes Süppchen kochen in eher flachen Ligen. Und schon ratterte es bei Lindemann, ob es in der Stadt Rehburg-Loccum nicht möglicherweise eine gemeinsame Schnittmenge zwischen den fünf Ortsteilen geben könnte.

Diese Frage gilt eigentlich für den gesamten Fußball-Kreis, der zwar aktuell über ein stabiles Flaggschiff in Steimbke verfügt, darunter aber niemals schwächer aufgestellt war als heute. Von nur noch vier Bezirksligisten stecken drei in akuter Abstiegsgefahr (Estorf, Uchte, Hoya), man mag den Gedanken gar nicht weiterspinnen. Zur Erinnerung: In der Saison 2009/10, also gar nicht allzu lange her, schickte der Fußball-Kreis einen Landesligisten (ASC) und darunter acht Bezirksligisten auf die Plätze (Münchehagen, Uchte, Steimbke, Drakenburg, Wietzen, Rehburg, Hoya, Landesbergen). Vielleicht hat Lindemann ja die zündende Idee, um einen ersten Impuls für die Trendwende zu schaffen.

Einer kommt, einer geht. Und Willi Kronhardt sprüht ebenfalls vor Tatendrang. Der Nienburger Ex-Profi arbeitet mittlerweile als Chefscout für den russischen Traditionsklub Lokomotive Moskau, der die Premjer Liga anführt und gute Chancen hat, in der Europa-League die K.o.-Spiele zu erreichen. „Es gibt viel zu tun, ich bin viel unterwegs – es geht mir hier prima“, teilte er per Sprachnachricht mit. Gelohnt hat sich die kurze WhatsApp-Konversation darüber hinaus: „Ich lade Dich herzlich nach Moskau ein – ich habe hier eine hübsche Wohnung gleich in der Nähe des Stadions.“ Spasibo, moy drug! Laut Google-Übersetzer heißt das hoffentlich: Vielen Dank, mein Freund.

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Erstellt:
4. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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