Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

23.10.2015 Von Stefan Reckleben

Externer Kopf ratsam

Dass es Unstimmigkeiten in der Samtgemeindeverwaltung Mittelweser gibt und sich Politiker über eine zu behäbige Verwaltungsleistung ärgern, ist bekannt. Dass die SPD frühzeitig ein Organisationsgutachten einforderte, ist in Vergessenheit geraten. Das war nach der Fusion der Samtgemeinde Landesbergen mit der Gemeinde Stolzenau nicht nur richtig. Das war geboten. Denn zu unterschiedlich sind die soziologische und historische Entwicklung der Ortschaften mit ihren Kirchspielen diesseits und jenseits der Weser verlaufen. Bis zum 1. November 2011 standen sich in ihrer Prägung gegenüber: Das hochwichtige Willi-Town Landesbergen und der höchstwichtige „Altkreis“ Stolzenau, der längst kein Altkreis mehr ist. Was beide eint, ist: Sie wissen alles besser.

Die Kärner in den Fraktionen arbeiteten verbissen und leise daran, sich Schritt auf Schritt wenigstens politisch näher zu kommen. Entkrampfungen lieferten die Lenkungsgruppe und Klausurtagungen mit kleinen großen Ergebnissen wie der Brandschutzbedarfsplan und Tourismus. Langsam gerieten die Erbsenzähler um den Stolzenauer und Landesberger Kirchturm ins Hintertreffen. Umso mehr wuchs die Erwartung an die Verwaltungsleistung. Die blieb dahinter zurück und bescherte den Gutachtenbefürwortern nach und nach die Mehrheit und dem Samtgemeindeausschuss die Einigkeit, das Gutachten auch umzusetzen.

Die Politik will mit dem Gutachten sich und die Bediensteten in eine neue Struktur mitnehmen. Da ist ihr externer, parteiloser Führungs-Sachverstand nur zu wünschen.

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Erstellt:
23. Oktober 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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