Bayern-Trainer Julian Nagelsmann trifft mit seinem Team auf den SC Freiburg. Foto: Peter Kneffel/dpa

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann trifft mit seinem Team auf den SC Freiburg. Foto: Peter Kneffel/dpa

München 15.10.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Nagelsmanns To-do-Liste: „Top-Spiel machen“ gegen Freiburg

Bayern-Coach Nagelsmann kann vor dem „Spitzenspiel“ gegen Freiburg gute Nachrichten verkünden. Davies, de Ligt, Gnabry, Musiala und auch Müller sind einsatzfähig. Nur im Tor muss Neuer erneut passen.

Julian Nagelsmann geht mit einer umfangreichen To-do-Liste in das prall gefüllte Wochenende beim FC Bayern. Ganz oben auf der Agenda des Trainers steht ein Heimsieg der Münchner im von ihm ausgerufenen „Spitzenspiel“ am Sonntagabend (19.30 Uhr/DAZN) in der Fußball-Bundesliga gegen den Tabellenzweiten SC Freiburg. Der muss allerdings erneut ohne Kapitän Manuel Neuer im Tor gelingen. „Es liegt an uns, dass wir ein Top-Spiel machen und schnellstmöglich da wieder hinkommen, wo wir sein wollen“, verkündete Nagelsmann. Zurück auf Platz eins lautet die Ansage, auch wenn das bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Union Berlin nicht ad hoc gelingen kann. Immerhin könnte das im Liga-Alltag schwächelnde Münchner Star-Ensemble mit einem Sieg in der Allianz Arena an den seit Wochen sehr stabil auftretenden Freiburgern vorbeiziehen. „Es gilt, den Schwung aus der Champions League mit in die Liga zu nehmen und da die Spiele zu gewinnen. Damit geht es gegen Freiburg los“, hatte der erneut als Neuer-Vertreter geforderte Sven Ulreich bereits nach dem 4:2 am Mittwoch bei Viktoria Pilsen angemahnt. Mehrere Bayern-Spieler wieder fitDie aus Münchner Sicht dringend nötige Korrektur der Tabellensituation kann Nagelsmann mit einer deutlich verbesserten Personalsituation angehen. Die in Tschechien fehlenden Abwehrspieler Alphonso Davies und Matthijs de Ligt sind ebenso wie Angreifer Serge Gnabry nach Blessuren wieder einsatzfähig, wie der Trainer ankündigte. Beim geheimen Abschlusstraining sollte auch Jamal Musiala nach seiner Corona-Infektion erstmals wieder auf dem Rasen stehen. Der 19-Jährige werde aber gegen Freiburg nach fünf Tagen Pause „erstmal von der Bank kommen müssen“, kündigte Nagelsmann an. Eine weitere gute Nachricht gab es zu Thomas Müller. Nach den Rückenbeschwerden, die in Pilsen zu einer frühzeitigen Auswechslung des Angreifers führten, kann Müller das Team wieder als Kapitän anführen. In der Offensive fehlt allein der gesperrte Kingsley Coman nach seiner Gelb-Roten Karte beim 2:2 vor einer Woche gegen Borussia Dortmund. Neuer fehlt weiterNeuers Blessur lässt dagegen erneut keinen Einsatz zu „Er hat immer noch Probleme mit der Schulter. Das ist ärgerlich, aber Sven Ulreich hat es in Pilsen auch gut gemacht“, bemerkte Nagelsmann. Er hofft, dass der 36 Jahre alte Neuer nun bis zum kniffligen DFB-Pokal-Spiel am kommenden Mittwoch beim FC Augsburg fit wird. Nagelsmann hatte am Samstag von früh bis spät zu tun: Neben Pressekonferenz, Training und Spielvorbereitung wollte der 35-Jährige am Abend auch noch die Jahreshauptversammlung des Vereins besuchen. Er werde im Audi Dome „Präsenz zeigen, aber nicht die ganz Zeit“. Freiburg beherrscht seinen Kopf. Eigentlich sind Heimspiele gegen den Sportclub ein Bayern-Selbstläufer. 19 Siege, drei Unentschieden lautet die Liga-Bilanz in München. Aber in dieser Saison ist vieles anders. Von den letzten sechs Ligaspielen gewannen die Münchner nur eine! „Tabellarisch ist es ein wichtiges Spiel, aber auch um unseren Punkteschnitt zu verbessern“, sagte Nagelsmann. Der 10. Spieltag könnte zu einem Saison-Wegweiser werden, da am Sonntag zudem Union Berlin und Dortmund aufeinandertreffen. Das Führungsduo Union und Freiburg steht aktuell auch auf Nagelsmanns Liste jener Teams, die oben um den Titel mitmischen. „Wenn du nach so vielen Spieltagen vorne bist, spielst du auch eine Rolle“, begründete Nagelsmann.

Torwart Manuel Neuer wird dem FC Bayern im Spiel gegen den SC Freiburg fehlen. Foto: Tom Weller/dpa

Torwart Manuel Neuer wird dem FC Bayern im Spiel gegen den SC Freiburg fehlen. Foto: Tom Weller/dpa

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Erstellt:
15. Oktober 2022, 11:33 Uhr
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