Landkreis 04.03.2018 Von Die Harke

FDP-Antrag: Förderschulen in Hoya und Rehburg sollen bleiben

Morgen berät der Schulausschuss des Kreistages über das Thema

Zur morgigen Schulausschusssitzung des Kreistages (Kreishaus, 15 Uhr) hat die FDP-Fraktion den Antrag eingebracht, die Förderschulen Lernen in Hoya und Rehburg bis 2028 weiterlaufen zu lassen. Ursprünglich sollten die Förderschulen Lernen im Zuge der Inklusion bis spätestens 2023 aufgelöst werden. Die neue Landesregierung bietet jetzt die Möglichkeit, die Förderschulen unter bestimmten Voraussetzungen bis 2028 zu erhalten. In der von der FDP formulierten Beschlussempfehlung heißt es: „Damit können weiterhin entsprechend des Bedarfs und der Nachfrage Schülerinnen und Schüler in den fünften und sechsten Jahrgang der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen eingeschult werden.“ Die FDP wünscht sich von der Kreisverwaltung die Erstellung eines inklusiven regionalen Konzeptes zusammen mit den Förderschulen – auf der Basis des Konzeptes für Schwerpunktschulen. „Dieses Konzept berücksichtigt die pädagogischen Konzepte der einzelnen Schulen und beinhaltet konkrete Planungen, wie der Übergang in das inklusive Schulsystem gestaltet wird“, teilt die FDP mit.

„Den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf Lernen soll eine wirkliche Wahlfreiheit über die künftige Beschulung und den weiteren Bildungsweg ihres Kindes gegeben werden“, teilt Fraktionsvorsitzender [DATENBANK=2661]Jörg Hille[/DATENBANK] mit: „Dazu müssen die Eltern selber entscheiden können, ob ihre Kinder die inklusive Regelklasse an einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule oder eine Klasse in einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen besuchen.“ Als Vorteile der Förderschulen nennt die FDP deutlich kleinere Lerngruppen und die Expertise der pädagogischen Fachkräfte.

„Es wird erwartet, dass die Landesregierung den Landkreis bei der Umsetzung der Weiterführung der Förderschule Lernen unterstützen wird“, heißt es seitens der FDP. Auch im Kreistag am 16. März will die FDP ihren Antrag beraten wissen, um den Schülern und Eltern möglichst schnell Planungssicherheit zu geben. „Von Teilen des Kreistages wurde uns bereits Zustimmung zum Antrag signalisiert“, sagt Fraktions-Vize [DATENBANK=863]Heiner Werner[/DATENBANK].

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Erstellt:
4. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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