Fachwerk in Nienburg.

Fachwerk in Nienburg.

25.01.2015

„Fachwerk verbindet“

Serie „Architektonische Besonderheiten in der Region“ / Nienburgs Altstadt

Von Michael Duensing

Nienburg. Gäste, aber auch Einheimische, lassen sich immer wieder begeistern von der Attraktivität der Nienburger Altstadt. Sind es doch insbesondere die vielen Fachwerkhäuser, die der Weserstadt eine romantische und nostalgische Ausstrahlung verleihen. Aus diesem Grund ist Nienburg/Weser neben mehr als 100 anderen Städten Mitglied der bundesweiten Initiative „Deutsche Fachwerkstraße“, die eine Länge von insgesamt 2800 Kilometern aufweist und von der Nordsee bis Baden-Württemberg reicht. Sie ist in sechs regionale Strecken unterteilt. Das Motto lautet: „Fachwerk verbindet“. Dieser Leitgedanke, so formulieren es die Verantwortlichen der „Deutschen Fachwerkstraße“, soll die Verbindung der Menschen, die in und mit Fachwerk leben und die diesen Baustil lieben, ausdrücken. Nienburg/Weser gehört zu der so genannten „Grünen Strecke - Von der Elbe bis zum Harz“. Weitere Mitgliedsstädte sind beispielsweise Stadthagen, Northeim, Wernigerode oder Hitzacker. Nienburg wurde 1025 erstmals urkundlich erwähnt. Die historische Altstadt lässt sich optimal auf der „Bärenspur“ erkunden. Natürlich gibt es noch weitere Themen-Touren und öffentliche Führungen. Bei der „Bärenspur“ handelt es sich um einen Rundgang zu 28 Sehenswürdigkeiten. Auf dem Boden aufgemalte weiße Bärentatzen weisen den richtigen Weg. Eine Infobroschüre ist bei der Mittelweser-Touristik GmbH, Tourist-Information Nienburg, Lange Straße 18, sowie im Internet unter www.mittelweser-tourismus.de erhältlich. Entlang der Route sind auch zahlreiche Fachwerkhäuser zu sehen. Die Tour führt beispielsweise zum Posthof, ein ehemaliger Burgmannshof, der bis 1860 eine königliche Poststation an der Strecke Hannover-London war und seit 1977 die Stadtbibliothek beheimatet. Der Fresenhof des Nienburger Museums (erstmalige Erwähnung 1263) ist ebenfalls ein Burgmannshof, in dem einmal Ritter wohnten. Das Ackerbürgerhaus an der Friedrich-Ludwig-Jahnstraße ist ein um 1500 erbautes Fachwerkgebäude mit damals Wohn- und Wirtschaftsräumen sowie Stallungen für das Vieh und Vorratsräumen. Weitere beeindruckende Fachwerkbauten sind das „Alte Amtshaus“ am Schloßplatz, das Bürgerhaus sowie das Traufenhaus an der Weserstraße, das Thießensche Haus an der Krummen Straße oder das eindrucksvolle Patrizierhaus des Gödeke Schünemann an der Langen Straße /Ecke Weserstraße.

Hintergrund: Die „Deutsche Fachwerkstraße“ ist der touristische Zweig der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V. mit mehr als 130 Mitgliedsstädten. Gegründet wurde die Arbeitsgemeinschaft im Jahr 1975. Die Initiative „Deutsche Fachwerkstraße“ gründete sich 1990 und umfasst rund 100 Mitgliedsstädte.

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.mittelweser-tourismus.de, www.deutsche-fachwerkstrasse.de und www.fachwerk-arge.de.

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Erstellt:
25. Januar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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