Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2006. Das Reisekränzchen ist auf dem Weg nach Potsdam. Kählke

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2006. Das Reisekränzchen ist auf dem Weg nach Potsdam. Kählke

Estorf/Gadesbünden/Holtorf. 23.12.2017 Von Edda Hagebölling

Fahren muss immer der Jüngste

"Reisekränzchen Kählke" seit mittlerweile 50 Jahren stets für drei, vier Tage irgendwo in Deutschland unterwegs

Zumindest gefühlt waren sie schon überall in Deutschland. Dennoch gibt immer noch genug Ziele, die sie noch erkunden möchten. Seit 50 Jahren ist das „Reisekränzchen Kählke“ gemeinsam unterwegs. Immer für drei, vier Tage und immer in einer anderen Stadt. Rothenburg ob der Tauber wurde ebenso angesteuert wie Würzburg, Leipzig, Dresden, Lübeck, Malente, Potsdam oder Havelberg. Gereist wird per Bahn oder per Kleinbus. Je nachdem, wo‘s hingeht. Entscheidet sich die Gruppe für ein Ziel, das per Bahn nicht zu erreichen ist, gilt das ungeschriebene Gesetz: der Jüngste fährt.

Der Jüngste – Werner Kählke – trägt‘s mit Fassung. Die Sache ist es ihm wert. „Und wenn die Frage auftaucht: Wohin geht‘s denn beim nächsten Mal, darf ich ja schließlich aus mitbestimmen“, so das „Küken“ in der Runde schmunzelnd.

Hinter dem „Reisekränzchen Kählke“ verbergen sich die ehemaligen AOK-Kolleginnen Marita Tambor (heute Kählke), Ursel Wiechmann (heute Heidorn) und Karin Schleemann (heute Münch). Sie hatten sich bereits als Auszubildende angefreundet. Die AOK war damals in der Uhrlaubstraße.

Und auch wenn sich ihre beruflichen Wege später trennten – Marita Kählke wechselte ins Rathaus nach Landesbergen, Karin Münch ging in die Verwaltung nach Holtorf beziehungsweise Nienburg, Ursel Heidorn kümmerte sich in Gadesbünden um Familie, Haushalt und Landwirtschaft – haben sie sich nie aus den Augen verloren.

Runde Geburtstage werden gefeiert und demnächst auch die erste goldene Hochzeit. Hinzu kommt: Immer am Abend vor Himmelfahrt triftt man sich reihum bei Kartoffelsalat und Würstchen. Die Männer zum Skatspielen, die Frauen zum Quatschen.

Die ehemaligen AOK-Kolleginnen Marita Kählke, Ursel Heidorn und Karin Münch (von links) blicken zusammen mit ihren „besseren Hälften“ Wolfgang (Münch), Heinrich (Heidorn) und Werner (Kählke, von links) auf 50 ereignisreiche Jahre zurück. Einmal im Jahr wird für drei, vier Tage verreist, doch auch Sorgen und Nöten werden geteilt.  Hagebölling

Die ehemaligen AOK-Kolleginnen Marita Kählke, Ursel Heidorn und Karin Münch (von links) blicken zusammen mit ihren „besseren Hälften“ Wolfgang (Münch), Heinrich (Heidorn) und Werner (Kählke, von links) auf 50 ereignisreiche Jahre zurück. Einmal im Jahr wird für drei, vier Tage verreist, doch auch Sorgen und Nöten werden geteilt. Hagebölling

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Erstellt:
23. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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