Matthias Brosch DH

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Kolumne 27.04.2018 Von Matthias Brosch

Fakten liefern ein klares Bild

Die Polizeidirektion Göttingen hat gestern in Nienburg den Sicherheitsbericht für das Jahr 2017 vorgestellt – siehe Artikel auf Seite 16. Dabei bildeten die Hauptverwaltungsbeamten, also die Bürgermeister der Städte und Samtgemeinden des Landkreises, Landrat Detlev Kohlmeier sowie Medienvertreter die Zuschauerschaft. Die Veranstaltung wurde das zweite Mal in dieser Form durchgeführt, um die Arbeit der Polizei darzustellen und für den Beruf zu werben. Ich persönlich finde, diese Form der Präsentation hätte eine größere Öffentlichkeit verdient. Schließlich ging es um Themen, die alle Menschen im Landkreis betreffen und interessieren. Es wurden Fakten und Einschätzungen dazu geliefert, die vieles in ein klareres Licht rückten.

Ein Einbruchsradar, bei dem Wohnungseinbrüche und deren Versuche auf einer Landkarte zeitnah veröffentlicht werden, verspricht auf den ersten Blick eine große Transparenz. Auf der anderen Seite können diese sachlichen Informationen auch verunsichern, wenn einem bewusst wird, dass in seiner Nachbarschaft häufig eingebrochen wird. „Ein Einbruchsradar ändert nichts daran, dass eingebrochen worden ist. Die Taten sind passiert“, sagt der hiesige Polizeipräsident Uwe Lührig.

Er ging bei der Präsentation des Sicherheitsberichts gestern ebenfalls kurz auf ein Thema ein, das viele „gefühlt“ sicher anders bewerten: „Wenn wir bei den Straftaten die Flüchtlingszahlen auswerten, fallen diese nicht besonders auf. Sie sind nicht signifikant auffällig.“ Solche Beobachtungen verdienen ein größeres Publikum.

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Erstellt:
27. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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