Der Heemser gab sensible Kontodaten weiter – das wurde ihm zum Verhängnis. Foto: Pixabay

Der Heemser gab sensible Kontodaten weiter – das wurde ihm zum Verhängnis. Foto: Pixabay

Heemsen 27.01.2021 Von Die Harke

Falscher Bankmitarbeiter stiehlt 35.000 Euro

71-Jähriger aus Heemsen gibt Kontodaten weiter

Ein 71-jähriger Mann aus Heemsen ist Opfer eines Betrugs geworden: Dabei hat ein „falscher Bankmitarbeiter“ 35.000 Euro vom Konto des Heemsers abgebucht.

Alles begann mit einer Mail: Diese erhielt der 71-Jährige von einem unbekannten Absender. Er gab vor, von seiner Hausbank zu sein. „In dieser E-Mail wird der Kunde über die neue Einführung des sogenannten IDS-Systems bei seiner Hausbank informiert und am Ende über einen eingefügten Link aufgefordert, seine persönlichen Daten einzugeben“, erklärt die Polizei Hoya. Sobald der Mann auf den Link geklickt hatte, öffnete sich ein weiteres Fenster: Dort gab er schließlich seine Online-Banking Daten ein – ohne Erfolg.

Die Polizei vermutet, dass es bei der Eingabe der Daten einen Fehler gegeben haben muss. Daraufhin erfolgte ein Anruf von einem angeblichen Bankmitarbeiter, welcher noch einmal die Umstellung des neuen Systems erklärte. Um in der Umstellung weiterkommen zu können, wurde der Mann dazu aufgefordert, seine EC-Karte samt TAN Generator zu holen und seinen PC einzuschalten.

„Der äußerst kompetente und glaubwürdig klingende Herr nannte diverse Zahlenfolgen, die in den TAN-Generator eingegeben wurden“, so die Polizei weiter. Noch während der Eingaben meldete sich der Mann parallel in seinem Online Banking an – und stellte fest, dass 35.000 Euro abgebucht worden waren. Damit konfrontierte der Heemser den angeblichen Bankmitarbeiter, welcher das Telefonat augenblicklich beendete.

Die Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass und appelliert an die Bürger: „Öffnen Sie keine E-Mails mit Ihnen unbekannten Absendern, klicken Sie auch keine in E-Mails mitgesandten Links an und tragen dort Ihre persönlichen Daten ein und geben Sie vor allem niemals Bankdaten/TANs heraus. Weder schriftlich, noch am Telefon noch persönlich.“

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Erstellt:
27. Januar 2021, 07:56 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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