Soziale Kontakte sind schwer zu ersetzen. Foto: Pixabay

Soziale Kontakte sind schwer zu ersetzen. Foto: Pixabay

Nienburg 10.05.2020 Von Edda Hagebölling

Fast wie ein Lottogewinn

„Ich darf wieder ins Büro.“ Hätte der Chef gesagt: Du hast im Lotto gewonnen, wäre die Freude kaum größer gewesen. Auch meine Bekannte hatte der Shutdown Mitte März kalt erwischt. Nicht mehr zur Arbeit dürfen und die sozialen Kontakte herunterfahren. Kein schönes Gefühl. Okay. Zu tun gab es auch ohne Büro reichlich. Großes Haus, großer Garten. Alles ist längst tipptopp. Und natürlich traf man sich hin und wieder auf eine Tasse Kaffee und auch der Telefonhörer kam deutlich häufiger zum Einsatz, der Gedanke an ein Leben ohne Berufstätigkeit wäre jedoch auch für sie unvorstellbar.

Dann das Telefonat mit einer anderen Bekannten. Als Mitarbeiterin einer Apotheke kann sie von Hommeoffice oder wochenweiser Freistellung nur träumen. Und von Kundinnen und Kunden, die sich ganz selbstverständlich an die Hygienevorschriften halten. Ja, bitte die Hände desinfizieren. Und ja, bitte den Mundschutz auch in der Apotheke nicht absetzen. Gespräche dieser Art kamen für sie zu der eigentlichen Arbeit noch gratis obendrauf.

Doch zum Glück gibt es auch andere Zeitgenossen. Wer in diesen Tagen in der Stadt unterwegs ist, trifft trotz Mundschutz durchweg auf freundliche Mitmenschen. In den Geschäften, auf der Straße oder beim Betrachten der tollen Themenbeete.

Haben wir erkannt, dass sich soziale Kontakte eben doch nicht durch anonymen Online-Konsum und Video-Meetings ersetzen lassen?

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Erstellt:
10. Mai 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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