„De Schkandalmokers“ sind wieder dabei. Schkandalmokers

„De Schkandalmokers“ sind wieder dabei. Schkandalmokers

Wietzen 28.07.2019 Von Sabine Lüers-Grulke

Festival-Spagat zwischen Platt und Rock

Annie Heger moderiert das vierte Wietzener Open-Air-Festival und bringt ihre Cousine mit

Auf der neu angelegten Mühlbachbühne in Wietzen wird demnächst wieder abgerockt. Ob Hochdeutsch oder Platt, für jeden Geschmack ist etwas dabei: Beim vierten Open-Air-Festival „Rock trifft Platt“, das der Dorfkulturkreis Wietzen am Samstag, 17. August, veranstaltet. Ab 18 Uhr geht es los; zunächst wird die neugestaltete Mühlbachbühne offiziell eingeweiht. Mit von der Partie sind die „Deichgranaten“ Annie Heger und Insina Lüschen. Die beiden Cousinen, geboren in Ostfriesland, moderieren den Abend, singen und quasseln. Heger, die mit Begeisterung Crossovershows wie „Classic meets Pop“, große Open-Airs oder glamouröse Varietés moderiert, ist auch bekannt für ihre plattdeutschen Geschichten bei „Hör mal ’n beten to!“ im NDR-Hörfunk und war schon häufiger Gast beim Dorfkulturkreis.

Der hat auch in diesem Jahr wieder mehrere Bands und Künstler verpflichtet: Neben der „Tüdelband“ noch „De Schkandolmokers“ aus Oldenburg und aus der Heimat das Feuerwehr-Blasorchester aus Anemolter-Schinna, das zum Auftakt für die nötige Stimmung sorgen will.

„De Schkandolmokers“ aus Oldenburg mit ihrer Mischung aus traditioneller Musik und Rock-Oldies mit plattdeutschen Texten begeisterten schon beim dritten Festival. Dazu gehören Timo, Malte, Jens und Steffen. Ihr Name ist Programm, denn „Schkandol“ bedeutet auf Plattdeutsch soviel wie Krach.

Die vier Herren zeigen, dass Punkrock nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch wunderbar mit plattdeutschen Texten funktionieren kann. Ihre Hits heißen „Trekker förn!“ oder „Mors hoch“. Da kann kräftig mitgegröhlt werden. Seit sieben Jahren gibt es die „Plattpunks“, und seitdem haben sie schon unzählige Bühnen im plattdeutschen und nicht plattdeutschen Raum bespielt und sich mit Bands wie „De Fofftig Penns“ und „Torfrock“ die Bühne geteilt. Witzige, teils ironische Texte treffen den Nerv der Zuhörer. Ihre Alben „Luud at Schkiet“ und „Pottlappen“ sind schon längst kein Geheimtipp mehr. Die nächste „Platte“ mit dem titel „Jasses!“ kommt im November in den Handel.

„Die Tüdelband“ ist ein Platt-Pop-Duo aus Hamburg. Mire Buthmann (Gesang, Gitarre) und Malte Müller (Schlagzeug, Bass-Pedal, Gesang) überzeugen live mit ihrem Charisma, Spielfreude und Humor.

Kompakter, innovativer Bandsound und plattdeutsche Texte über ungewöhnliche Liebesgeschichten, gute Freundschaften, Heimatsuche und das „platte Land“ zaubern ihrem Publikum schnell ein Lächeln auf‘s Gesicht.

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Erstellt:
28. Juli 2019, 19:06 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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