Stefan Schwiersch DH

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Kolumne 11.03.2018 Von Stefan Schwiersch

Fettverbrennung im Schwimmbad

Also, ich muss wirklich sagen: Im Sprudelbecken des Wesavi kann man‘s ganz gut aushalten. 34 Grad Wassertemperatur im Whirlpool, zarte Blubberbläschen, die sanft kitzelnd über den im Wasser plötzlich schwerelosen Körper tanzen, das hat schon was. Das Dumme: Für diesen außerordentlichen Genuss bleibt meist nur wenig Zeit, weil es

K1 und K2 im Blubber-Rondell schnell zu langweilig wird und weil zudem die Erstgeborene stets im großen Becken das Vorwärtskommen üben soll, um nicht gleich wieder zu verlernen, was ihr ihre Lehrmeisterin „Sylle“ Kuhlenkamp gerade beigebracht hat. Nun tun fraglos auch dem Herrn Papa ein paar Bahnen ganz gut, um den über viele dunkle Monate angefressenen Winterspeck wieder von ein paar Fettzellen zu befreien. Aber mal ehrlich: Tut es Not, die Umgebungstemperatur im großen Schwimmbereich nur knapp über dem Gefrierpunkt zu halten? Oder wird jedesmal, bevor Familie Schwiersch das Haus betritt, kräftig durchgelüftet, auch bei minus zwölf Grad Außentemperatur?

Andererseits: Vielleicht haben kluge Köpfer bei der Festlegung der Temperatur im [DATENBANK=3]Wesavi[/DATENBANK] auch gesundheitsspezifische Motive angetrieben. Ich kann mich erinnern, dass unsere Fußball-Nationalspieler nach ihren Spielen gern mal in die Eistonne hüpfen, weil Kälte die körperliche Regeneration nachweislich beschleunigt. Und nachweislich führt ja auch das Schlottern bei Kälte zu einer gewissen Verbrennung im Körper, bedingt durch die zappelige Muskelkontraktion. Vielleicht haben sich die Wesavi-Leute einfach einer

schwedischen Studie bedient, die belegt, dass der Körper zur Wärmegewinnung Kalorien verbraucht.

Die besagt sinngemäß folgendes. Bekanntermaßen liegt das Fett faul im Körper herum, es wird nicht durchblutet und produziert daher keine Wärme. Die schwedische Studie zeigte jedoch, dass sich bei Mäusen das Fett bei Kälte verändert, es verwandelt sich in einen aktiven Wärmeschutz, die Mäuse verbrannten bei Kälte zudem mehr Fett als bei normalen Temperaturen. Im Falle des Wesavi bleiben also zwei Möglichkeiten: Danke zu sagen für die erhöhte Fettverbrennung im Schlotterbereich des Schwimmerbeckens – oder schnurstracks zurück ins Sprudelbecken!

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Erstellt:
11. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

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