Von links: Dirk Targowski (stellvertretender Ortsbrandmeister), Alexander Conrad Schütt, Daniel Dierking (Ortsbrandmeister). Foto: Dannenbring

Von links: Dirk Targowski (stellvertretender Ortsbrandmeister), Alexander Conrad Schütt, Daniel Dierking (Ortsbrandmeister). Foto: Dannenbring

Rodewald 16.05.2021 Von Nadine Dannenbring

Feuerwehr bietet Online-Dienste an

Kameraden der Rodewalder Wehr vermitteln theoretisches Wissen trotz Pandemie

Da auch in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rodewald stattfinden kann, hat sich die Wehrführung um Ortsbrandmeister Daniel Dierking entschieden, ihren Kameraden an einem Informationsabend online über die vergangenen zwei Jahre zu berichten.

Rückblickend auf das Jahr 2019 berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister Dirk Targowski von insgesamt 23 Einsätzen, welche von der Feuerwehr Rodewald abgearbeitet wurden. 2020 wurden sie zu 21 Einsätzen alarmiert. An diesen Zahlen machte sich die Pandemie noch nicht bemerkbar.

Deutlich wird der Einbruch jedoch, wenn man auf die geleisteten Dienststunden der vergangenen zwei Jahre blickt. So konnten im Jahr 2019 noch 2.687 Dienststunden verzeichnet werden. Im Jahr 2020 zählten alle Kameraden gemeinsam über 1.000 Stunden weniger, sodass sie insgesamt auf 1.298 geleistete Dienststunden kommen. Dies sei laut Dierking zunächst nicht so dramatisch, es sei nun aber wieder an der Zeit, sich an Dienstabenden weiterzubilden und immer aktuell in der Materie zu sein, um weiterhin die Einsätze gut abarbeiten zu können.

Seit Beginn des Jahres bietet die Feuerwehr regelmäßige Online-Dienste an. Diese werden gut angenommen, und man kann theoretisches Feuerwehrwissen gut vermitteln. Ergänzend dazu sind jedoch Dienste an den Fahrzeugen, welche aktuell durch die Pandemie unterbrochen werden, zwingend notwendig. Insbesondere im Hinblick auf die Anschaffung des neuen Fahrzeuges für die Ortswehr werden die Dienste dringend benötigt. Im Winter steht die Auslieferung des HLF20 an – ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, was neben vielseitigem Material, welches zur Brandbekämpfung dient, auch über Hilfeleistungsmaterial verfügt.

Dadurch, dass es schon seit 2019 keine Jahreshauptversammlung mehr gab, konnte nachträglich noch über diverse Lehrgänge und Beförderungen berichtet werden. Insgesamt wurde im Jahr 2019 an 17 Lehrgängen teilgenommen. 2020 war es dann noch ein Lehrgang. In 2020 wurden im Laufe des Jahres folgende Kameraden, je nach Pandemielage auf Abstand befördert: zum Feuerwehrmann: Niklas Bartling, Nico Minissale, Malte Grünhage, Erik Bülow, Emil Häsemeyer, Cord-Friedrich Lindwedel; zum Oberfeuerwehrmann: Torben Fischer; zum Hauptfeuerwehrmann: Lars Poppe.

Auch eine schon fast verjährte Ehrung für treue Kameradschaft konnte an diesem Abend überreicht werden. Alexander Conrad Schütt wurde für 25 Jahre als aktives Feuerwehrmitglied geehrt.

Da turnusgemäß die Neuwahl des Ortkommandos anstand, musste auch hier eine coronabedingte Lösung gefunden werden. Das bestehende Kommando hat sich dazu entschieden, das Kommando zunächst kommissarisch zu wählen, bis es zu einer richtigen Wahl im großen Plenum kommen kann. Um die Führung der Wehr weiterhin zu unterstützen, bleibt die Mehrheit weiterhin auf ihrem Posten. Lediglich ein neuer Kassenwart musste gefunden werden. Sebastian Badenhop legte sein Amt nach fünf Jahren nieder. Als Nachfolger wurde Christian Wiggers mit Unterstützung von Jürgen Bülow bestimmt.

Insgesamt blickte Ortsbrandmeister Daniel Dierking trotz aller Umstände auf zwei spannende Jahre zurück. Die noch nie da gewesene Situation stelle die gesamte Wehr immer wieder vor neue Herausforderungen. In seinen Augen wurde diese insgesamt gemeinschaftlich gut gemeistert. Dies könne er unter anderem an den konstant gebliebenen Mitgliederzahlen feststellen. Außerdem könne er sich auf sein Kommando, sowie auf alle Kameraden verlassen.

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Erstellt:
16. Mai 2021, 23:33 Uhr
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