Feuerwehrköche in der Backstube: Osterzöpfe statt Erbsensuppe. Uwe Schiebe

Feuerwehrköche in der Backstube: Osterzöpfe statt Erbsensuppe. Uwe Schiebe

Wietzen/Erichshagen-Wölpe 15.04.2017 Von Uwe Schiebe

Feuerwehrköche als Bäcker im Einsatz

Verpflegungstrupp der Feuerwehr Wietzen absolvierte Schnuppertag in der Bäckerei Kindermann

Getreu dem Motto: „Jeder weiß, wo man es kauft, aber kaum einer weiß, wie es gemacht wird“, trafen sich die Mitglieder des Verpflegungstrupps der Feuerwehr Wietzen in der Bäckerei Kindermann in Erichshagen-Wölpe. [DATENBANK=1927]Boris Kindermann h[/DATENBANK]atte den Feuerwehrköchen angeboten, bei ihm einen Schnuppertag in Sachen backen zu absolvieren. Der Bäckermeister – und Brandmeister von Erichshagen-Wölpe – hatte sich auf den Backnachmittag gut vorbereitet. Pünktlich um 14. Uhr standen elf Feuerwehrköche in der Backstube. Die Feuerwehrköche sind landesweit bekannt für ihre gute Küche. War es in den ersten Jahren fast nur Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, so zaubern die „Küchenbullen“ mittlerweile die tollsten Gerichte.

Kindermann hatte Hefeteig und Sauerteig vorbereitet, so dass zunächst einige Bleche Butterkuchen gebacken werden konnten. Der Bäckermeister verstand es ausgezeichnet, seine „Praktikanten“ an die Arbeit zu kriegen. Teig kneten, ausrollen und dann mit Butter zu belegen war eine der ersten Aufgaben.

Auch verschiedene Brotsorten wurden gebacken. Der Teig für Vitalbrot, Krustenbrot, Schwarzbrot, Steinofenbrot und Dinkelbrot mit Körnern musste in die entsprechenden Formen gebracht werden. Eine besondere Herausforderung war für die Köche das Vorbereiten von Osterzöpfen. Der Teig musste geknetet und dann zu langen Zöpfen gerollt werden. Boris Kindermann zeigte, wie man mit Teig einen Zopf flechten kann.

Dann waren die zarten Hände der Dachdecker, Zimmerer, Elektriker, Schornsteinfeger, Maler, Gärtner oder Kraftfahrer gefordert. Lediglich ein gelernter Bäcker ist im Verpflegungstrupp tätig. Doch auch hier machten die Feuerwehrköche eine gute Figur. Die geflochtenen Zöpfe wurden noch mit Mohn und Zucker bestreut und wanderten dann in den Backofen. Während der Hefeteig noch ruhte, war der Butterkuchen bereits fertig und wurde spontan zur Kaffeepause verzerrt.

Dann sollte noch Flammkuchen produziert werden. Jetzt waren die Feuerwehrköche noch einmal richtig gefordert. Boris Kindermann gab an, vom Zwiebeln schneiden und andünsten und Speck anbraten keine Ahnung zu haben. Nachdem die Köche auch diese ihnen nicht fremde Aufgabe gemeistert hatten, kam der leckere Flammkuchen in den Backofen.

Gegen 19 Uhr endete für die Feuerwehrköche ein sehr lehrreicher und interessanter Nachmittag. Jeder Feuerwehrkoch ging mit verschiedenen Brotsorten und Flammkuchen nach Hause. Abschließend bedankte sich der gesamte Trupp bei Boris Kindermann für den tollen Tag.

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Erstellt:
15. April 2017, 21:00 Uhr
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