Eine Gruppe vom Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasium pflegt den noch jungen Klimawald. Foto: MDG Nienburg

Eine Gruppe vom Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasium pflegt den noch jungen Klimawald. Foto: MDG Nienburg

Nienburg 03.07.2021 Von Die Harke

Finden, Stechen, Buddeln – mit Vorsicht im Nienburger Klimawald

Jahrgang 12 des Marion-Dönhoff-Gymnasiums pflegt, was der 13. Jahrgang angelegt hat

Heiß war es als sich der Jahrgang 12 des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG) in der Seminarfachstunde zum Klimawald Nienburg aufmachte. Was war zu tun?

Es war Aufgabe des zwölften Jahrgangs, jene Pflanzen auszusortieren, die den jungen Bäumen im Weg sind, wenn sie sich ausbreiten. Die Bäume wurden vom 13. Jahrgang im Herbst gepflanzt und sollten gut angewachsen sein. Die gute Nachricht vorweg: Fast alle Bäume tragen Laub und haben den Winter und Frühling überlebt.

Allerdings zeigt sich beim Betrachten der Fläche, dass Wildkräuter zum Teil doppelt so hoch gewachsen sind wie die kleinen Bäumchen. „Grundsätzlich soll diese Fläche ökologisch wachsen. Disteln, falsche Kamille, Kornblumen und andere Pflanzen sind für die heimischen Insekten wunderbar und sollen neben den Bäumchen koexistieren. Sauerampfer hingegen verdrängt andere Pflanzen und muss vor der Blüte ausgestochen werden, da sich sonst das Gleichgewicht der Pflanzen maßgeblich verschiebt“, teilt Lehrer Ingo Robbe vom MDG zu der Aktion mit.

Ein Schüler vom Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasium hilft bei der Pflege des Klimawaldes. Foto: MDG Nienburg

Ein Schüler vom Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasium hilft bei der Pflege des Klimawaldes. Foto: MDG Nienburg

Der Plan war nun einfach: Sauerampfer finden, Sauerampfer ausstechen oder ausbuddeln, und währenddessen keine weiteren Pflanzen und vor allem Bäumchen – zerstören.

„Dass für diesen Plan fast der gesamte Jahrgang am Klimawald auftauchte, war ganz wunderbar“, freute sich Robbe hinterher. Er berichtet: „Bewaffnet mit Spaten, Schaufel, Sonnencreme und festen Schuhen dauerte es nur knapp eine Stunde, bis ein riesiger Haufen des ausgehackten Sauerampfers neben dem Feld lag und unsere Schule mit Kuchen und Eis feiern konnten. Ein wenig Beach-Feeling konnte hier schon aufkommen, da motivierende Musik die Sauerampfer-Ausbuddel-Frequenz deutlich erhöhte.“

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Erstellt:
3. Juli 2021, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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