Zeitgenössisches finnisches Glasdesign. Alex Lehn

Zeitgenössisches finnisches Glasdesign. Alex Lehn

Petershagen 29.05.2017 Von Die Harke

Finnisches Design in Gernheim

Objekte von Tapio Wirkkala zu erleben

Mit den Werken [DATENBANK=4647]Tapio Wirkkalas[/DATENBANK] sind derzeit Klassiker des finnischen Designs in den Ausstellungsräumen der [DATENBANK=2677]Glashütte Gernheim[/DATENBANK] zu sehen. Die Ausstellung, eine in Kooperation mit dem Finnischen Glasmuseum entstandene Übernahme aus dem Grassi Museum in Leipzig, wurde eigens für Gernheim erweitert. Neben den Objekten in Glas zeigt das LWL-Industriemuseum in Petershagen auch Wirkkalas Entwürfe für die Porzellanmanufaktur Rosenthal. Vor allem als Glasdesigner wurde Wirkkala bekannt. Für die Glashütte Iittala entwarf er Objekte aller Genres. Ab 1946 schuf Wirkkala hier viele seiner bekanntesten Modelle wie den „Pfifferling“ (Kantarelli).

1954 wurde Wirkkala künstlerischer Direktor der Glashütte Karhula-Iittala. Seit den 1960er Jahren kooperierte er mit einer der einflussreichsten Glashütten Muranos, Venini. Dort werden seine inzwischen klassischen Entwürfe heute noch ausgeführt. Wirkkala entwickelte auch für andere Materialien Entwürfe, so arbeitet er mit der Gold- und Silberschmiede Kultakeskus oder dem Porzellanhersteller Rosenthal zusammen. An vielen seiner Entwürfe ist die Inspiration durch die finnische Natur deutlich abzulesen.

In der Ausstellung zum finnischen Glas der Gegenwart zeigen Jaakko Liikanen und Joonas Laakso ihre Werke. Liikanen gilt als einer der bedeutendsten finnischen Glasmacher seiner Generation. Nach seiner Ausbildung zum Glasmacher arbeitete er für die Glashütte in Riihimäki. Bis zur Gründung seines eigenen Studios im Jahr 1994 arbeitete er für viele große Glashütten in Finnland. Er entwarf eigene Objekte, setzte aber auch regelmäßig Stücke und Serien für Designer um. 2010 übernahm die Kooperative „Lasismi“ das Studio.

Zu der Gruppe junger Glasmacher und Designer gehört auch Joonas Laakso. Er arbeitete seit 2010 als Assistent von Liikanen. Während Liikanen in der Tradition des finnischen Glases verwurzelt ist, experimentiert Laakso mit Formen und Farbkompositionen oder löst ihre Konturen durch Gravur auf.

Beide Ausstellungen laufen bis zum 6. August.

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Erstellt:
29. Mai 2017, 21:00 Uhr
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