Liebenau 30.08.2019 Von Die Harke

Fledermäuse orten

Morgen ab 20 Uhr fünfte „Batnight“ in Liebenau

Am morgigen Samstag beginnt die Liebenauer „Batnight“ mit einem kurzen Vortrag von dem Fledermausexperten Dr. Michael Barkhoff und einem anschließenden Rundgang durch Liebenau. Treffpunkt ist um 20 Uhr das Gasthaus Sieling (Lange Straße 35, in 31618 Liebenau). Dazu scheibt der NABU Nienburg: „Mausohren, Hufeisennasen oder Abendsegler: Fledermäuse haben nicht nur schöne Namen, sondern faszinieren auch mit ihren Flugkünsten. Wer mehr über die bedrohten Tiere der Nacht erfahren will, sollte die Gelegenheit nutzen und an der Exkursion, die der NABU Nienburg in Liebenau anbietet, teilnehmen.“

Anlass ist die „Batnight 2019“, bei der die Fledermäuse beobachtet werden können. Weiter heißt es: „Ausgerüstet mit einem Bat-Detektor geht es los. Dieser macht die Ultraschall-Echoortung der Fledermäuse hörbar, denn diese sind für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar. Der Bat-Detektor überbrückt diesen menschlichen Schwachpunkt, indem er die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse in hörbare Laute abwandelt.“

„Im Spätsommer, etwa ab Ende August, suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten, daher kann man die Tiere an bestimmten Stellen besonders gut beobachten“, sagt Jens Rösler, Vorsitzender des NABU Nienburg.

Hauptursache für die Gefährdung der heimischen Fledermäuse sei der Verlust von geeigneten Lebensräumen: Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend. Um Fledermäuse durch die Sanierung von Gebäuden und anderen baulichen Maßnahmen vor dem Verlust ihrer Lebensräume zu schützen, sollten Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die energetische Modernisierung von Fassaden und Dächern verloren gehen, sollten durch künstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle ersetzt werden – so, wie es das Bundesnaturschutzgesetz vorschreibe. Ein weiteres Problem liege in einer intensiven Landwirtschaft sowie dem Einsatz von Insektenbekämpfungsmitteln, durch die sich das Nahrungsangebot gleichzeitig reduziere.

Beide Veranstaltungen sind kostenfrei und auch für Kinder geeignet. Nach Möglichkeit sollten Taschenlampen mitgebracht werden. Bei Sturm oder Dauerregen fällt die Veranstaltungen aus.

Am 11. September um 19.30 Uhr hält Fledermausexpertin Dr. Renate Keil vom Fledermauszentrum Hannover einen Vortrag unter dem Titel „Fledermäuse – unsere heimlichen Nachbarn“ im Naturfreundehaus Nienburg (Luise-Wyneken-Straße 4.)

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Erstellt:
30. August 2019, 01:31 Uhr
Lesedauer:
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