Edda Hagebölling DH

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Nienburg 30.12.2017 Von Edda Hagebölling

Fleißige Bienchen

Nienburg ist hyggelig. Zu diesem Ergebnis kam eine Schülergruppe aus Dänemark, als sie im November an Nienburgs [DATENBANK=4705]Marion Dönhoff Gymnasium[/DATENBANK] zu Gast war. Hyggelig: klein, fein, behaglich, sagt Wikipedia.

Buchhändler Ludger Schwabe kannte das Wort schon vorher. 62413, doch einmal zu schildern, ob sie als kleine Inhaber geführte Buchhandlungen noch eine Zukunft sehen. Für sich in Nienburg. Und für den klassischen Buchhandel. Mit einem realen Gebäude zum drin Stöbern, mit Büchern zum Anfassen und mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die man sogar ansprechen kann.

Beide wollten aus dem [DATENBANK=658]Nienburg Service[/DATENBANK] austreten, als klar war, dass Thalia nach Nienburg kommen würde. Ludger Schwabe hat es sich dann noch einmal überlegt. Das Argument: Es könne durchaus zu einem Synergieeffekt kommen, weil eine neue Kette auch neue Kunden nach Nienburg locke, hat er mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Im Fall des Media Marktes mag das seinerzeit gestimmt haben, aber doch nicht im Buchhandel im Zeitalter von Amazon & Co, so seine Überzeugung.

Für Ludger Schwabe ist das Weihnachtsgeschäft trotzdem gut gelaufen. Im Verbund mit anderen kleineren Buchhandlungen bietet er sicherheitshalber auch die Möglichkeit, Bücher online zu bestellen, doch das fällt bei ihm kaum ins Gewicht.

Was er aber nicht versteht: die kleinen Inhaber geführten Geschäfte sind ein Pfund, mit dem eine Stadt wuchern könnte. Für die es seiner Meinung nach Tourismusfördermittel geben müsste. „Hyggelig ist doch das, was die Menschen heute suchen“, so Schwabe. Wenn er in Nienburg etwas zu sagen hätte, würde er alles daran setzen, die beste und schönste kleine Stadt weit und breit zu sein. Ohne irgendwelchen Großstädten hinterher zu hetzen und zwangsläufig als Hochstapler entlarvt zu werden...

Kleine Begebenheit am Rande: Aus Wuppertal kam das Unternehmer-Paar, das sich zwischen den Jahren beim Weihnachtsmarkt der Schausteller den Glühwein schmecken ließen. Einquartiert hatten sie sich für ein paar Tage bei Okelmann in Warpe. Um runterzukommen.

Auch heute Morgen noch nicht runterkommen können dagegen all die Frauen, die in den Bäckereien und Blumengeschäften dafür sorgen, dass es uns an nichts mangelt.

Mittlerweile Feierabend haben dagegen all die nahezu unsichtbaren Geister, die dafür gesorgt haben, dass Sie gerade in diesem Moment die HamS in ihren Händen halten.

Allen fleißigen Bienchen, die zum Jahreswechsel zum Wohle anderer im Einsatz sind, und natürlich auch allen Leserinnen und Lesern wünscht die Redaktion der HARKE am Sonntag einen guten Start in ein gutes neues Jahr.

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Erstellt:
30. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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