12.01.2014

„Flexibel und familienfreundlich“

Kleinkindbetreuung heute: Annette Meyer-Dornbusch erzählt

Von Horst Achtermann

Bücken/Dedendorf. Ursula Priggen-de Riese vom Familienbüro der Samtgemeinde Grafschaft Hoya stellte Mitte Dezember 2013 die neu aufgelegte Broschüre „Kinder – Tagespflegepersonen in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya“ vor. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 40 Kinder mit Wohnsitz in der Samtgemeinde in der Tagespflege von zurzeit elf qualifizierten Tagespflegepersonen betreut, teilt Ursula Priggen-de Riese auf Nachfrage mit. Annette Meyer-Dornbusch aus Dedendorf hat eine pädagogische Ausbildung als Erzieherin, sie betreut seit 18 Jahren Kinder zwischen anderthalb bis drei Jahren.

Im Gespräch mit der Harke am Sonntag, zwischen wuselnden fünf Kleinkindern, erzählt Annette Meyer-Dornbusch über ihre langjährige Betreuungsarbeit. In einem extra geschaffenen großen Bewegungs- und Erfahrungsraum, abgeschlossen von der Privatwohnung, haben die Kinder alles zum Spielen, Erleben und Entdecken. „Die Einrichtung wurde durch das Investitionsprogramm des Bundesfamilienministeriums 2010 finanziell gefördert.“

Die erfahrene Erzieherin hatte am Donnerstag fünf Kleinkinder zu betreuen. Im Unterschied zur Krippe, in der mehrere Personen betreuen, ist sie Bezugsperson für jedes Kind. Der Außenstehende merkt sofort, das Milla, Paula, Eva, Hannah und Julius, alles Kinder aus der Region Hoya und Wietzen, eine gefestigte Beziehung zu ihrer Tagesmutter haben.

„Mein Angebot an die Eltern, in einem Jahresvertrag festgeschrieben, ist, dass die Kinder von acht bis zwölf Uhr oder von 7.30 bis 13.30 Uhr individuell und flexibel, familienfreundlich betreut werden.“ Lange haben die Tagesmütter um ihren Status gekämpft, dass Eltern in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, in einem weiteren Angebot in der Kleinkindbetreuung wählen können.

Die Anzahl von fünf Kindern in ihrem Angebot sei ideal. Kinder freunden sich untereinander an, Eltern lernen sich hier kennen. „Das ist ein kleines übersichtliches Angebot mit geregeltem Tagesablauf, wir Malen, Backen und spielen Ringelrangelreihe und Singen dabei.“ Annette Meyer-Dornbusch betont, dass im Kleinkindbereich gesungen werden muss, sei gleichzeitig Spracherziehung. „Wir fahren mit der Eisenbahn“ singen die Kinder und werden von ihrer Tagesmutter auf der Gitarre begleitet.

„Piep, Piep, wir haben uns lieb“, dass seien alles kleine Rituale, in denen die Kinder schlüpfen. Der grobmotorische Bereich „alles, was man mit dem ganzen Körper macht“, ist wichtig, die Kleinkinder erfahren sich selbst.

Die Kinder wissen sich zu beschäftigen. Julius stellt sich als Bauarbeiter mit Helm vor und Hannah will einer Puppe die Mutter sein, während Milla, Paula und Eva dem Gast „Kaffee und Milch“ anbieten.

Die Tagesmütter in der Samtgemeinde bilden sich immer weiter, zwölf Stunden im Jahr. Annette Meyer-Dornbusch ist hinreichend ausgebildet, „durch meine berufliche Vita“. Die elf qualifizierten Tagespflegepersonen sind untereinander in einem Netzwerk verbunden.: „Durch Austausch eigene Profile schaffen.“

Die Tagesmütter nehmen am Beteiligungsprozess zur Verbesserung der Kinderbetreuungsangebote, die „Anschwung Initiative für frühe Chancen“, teil. Die Samtgemeinde möchte Qualitätsentwicklungsprozessen mehr Anschwung geben.

„Die Kinder Tagespflege durch qualifizierte Tagespflegepersonen ist ein wichtiger Teil des örtlichen Betreuungsangebotes“, unterstreicht Annette Meyer-Dornbusch.

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Erstellt:
12. Januar 2014, 00:00 Uhr
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