Alex Kotliarskyi / Unsplash

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12.04.2019 Von Alan Smithee

Flexible Arbeitsplätze gewinnen an Bedeutung

Ein festes Büro mit eigenem Schreibtisch und Computer - so sah die Arbeitsplatzgestaltung in den meisten deutschen Büros bis vor einigen Jahren noch aus. Dieses traditionelle Bild gerät ins Wanken. Nicht nur junge und dynamische Start-ups gestalten derzeit den Arbeitsplatz der Zukunft und üben sich in flexibler Arbeitsplatzgestaltung im Büro.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind schier unendlich und verbergen sich hinter neumodischen Begriffen wie Desk-Sharing, Flex Office oder Homebase. Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Sitzen wo Platz ist

Das Teilen des Schreibtisches ist derzeit besonders populär in vielen Großraumbüros. Mitarbeiter haben keinen festen Arbeitsplatz mit eigenem Tisch und Bürostuhl von https://buerostuhlshop.tv/ mehr. Jeder Arbeitsplatz gleicht dem Nächsten, persönliche Gegenstände sucht man auf den Schreibtischen vergeblich. Desk-Sharing nennen die modernen Planer, in manchen deutschsprachigen Unternehmen sprechen die Planer vom nonterritorialen Büro.

Die Arbeitskollegen sollen, beflügelt durch die tägliche "Reise nach Jerusalem", mit anderen Mitgliedern des Teams in Kontakt kommen. Miteinander stärken und das Optimieren des Austausches von Ideen sind die Wünsche, die damit verknüpft werden. Es hat aber auch finanzielle Vorteile. Nicht jeder Arbeitnehmer ist täglich im Büro und so bleiben zahlreiche Arbeitsplätze ungenutzt. Für die Unternehmen entstehen dadurch hohe Kosten.

Bleib doch zu Hause

Stundenlang im Stau stehen, in der überfüllten U-Bahn genervt zur Arbeit fahren. So sieht der Arbeitsweg vieler Bundesbürger täglich aus. Kein Wunder, das sie bereits entnervt und gefrustet auf der Arbeit erscheinen. Warum also nicht auf den Arbeitsweg verzichten und einfach von Daheim aus arbeiten?

Immer mehr Arbeitnehmer profitieren bereits vom Home Office, wahlweise auch als Flex Office oder Mobiles Offices bezeichnet. Die Digitalisierung befeuert den Trend der Heimarbeit. Viele Unternehmen haben den Trend längst erkannt oder arbeiten derzeit an der Umsetzung von Möglichkeiten zum Home Office. Boten vor fünf Jahren gerade einmal 20 Prozent der deutschen Unternehmen diese Option, waren es Ende 2018 bereits über 40 Prozent.

Das Arbeiten von zu Hause aus hat viele Vorteile, nicht nur den gesparten Stress des Arbeitsweges. Arbeitnehmer können ihre die Arbeit ihrem Biorhythmus anpassen. Home Office trägt zur Förderung der Work-Life-Balance bei. Unternehmen sehen darin auch einen finanziellen Vorteil, wenn weniger Arbeitsplätze im Büro vorzuhalten sind.

Die Denkzentrale im Büro

Großraumbüros sind bei Arbeitnehmern nicht beliebt. Sie klagen über ein schlechtes Raumklima und eine erhöhte Geräuschkulisse. Aus diesem Grund entstehen in diversen Büros derzeit Think Tanks, sogenannte Denkzentralen. Think Thanks ähneln optisch den Raucherkabinen, die man vom Flughafen kennt. Nur das darin die Köpfe rauchen und nicht E-Zigaretten zum Dampfen.

Think Tanks sind kleine, schallisolierte und lichtdurchflutete Räume. Sie bieten einen ruhigen Platz für vertrauliche Gespräche und werden für Meetings oder wichtige Telefonate genutzt. Abgetrennt vom restlichen Großraumbüro, bieten sie einen willkommenen Rückzugsort.

Der Wandel der Arbeitswelt

Nicht nur in Großraumbüros wird sich die Art der Arbeit in den kommenden Jahren verändern. Diverse Studien machen sich daran, die Arbeitsplätze der Zukunft zu erforschen.

Die meisten Studien kommen zum Fazit, das Arbeit selbstbestimmter wird. Die Arbeitnehmer tragen mehr Verantwortung, nicht nur bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Feste Arbeitsplätze gehören der Vergangenheit an, die Bedeutung einer Wohlfühlatmosphäre steigt. Das gesamte Leben wird individueller - und damit auch der Arbeitsplatz der Zukunft.

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Erstellt:
12. April 2019, 13:45 Uhr
Lesedauer:
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